Das Schauspiel rund um die Besetzung der Kommissare in der EU war schon sehr typisch: Theoretisch geht es um ein Europa, praktisch geht es um blanke Macht. Und den Zugang zu viel, sehr viel Geld.
Jetzt könnte man meinen, dass angesichts der dramatischen politischen Lage, angefangen beim Überfall der Russen auf die Ukraine, bis hin zum Blutbad im Gazastreifen sich die klugen Köpfe durchsetzen werden. Nur gemeinsam kann auch die Wirtschaft Europas gegen die Konkurrenz aus den USA oder Asien bestehen, nur gemeinsam kann eine so facettenreiche Region wie die EU die Zukunft bewältigen.
Aber was passiert? Reißen sich die Politiker der EU-Länder am Riemen, um ein gemeinsames, ein besseres Europa zu schaffen? Diese Hoffnung ist vergeblich, denn das aktuelle Anliegen der EU-Kommission ist – ja, Sie lesen richtig – ein Rauchverbot im Freien!
Dass Rauchen nicht gut für die Gesundheit ist, wissen wir. Aber gibt es nicht drängendere Prioritäten für die EU-Kommission?
Abgesehen von der Migrationsfrage, die man unserem Finanzminister „umgehängt“ hat, wäre noch so viel zu tun: Nicht einmal Züge können im Europa grenzüberschreitend frei verkehren, und über einheitliche Handy-Ladegeräte wurde jahrelang gestritten.
Die EU mischt sich immer mehr in die Privatsphäre der Bürger ein. Ein Rauchverbot im Freien als größte Errungenschaft? Besten Dank, Frau von der Leyen ...
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