Ein Klick am Joystick – und über 2000 Hisbollah-Milizionäre schlagartig kampfunfähig gemacht: Das ist die Art der Kriegsführung, wie sie sich einmal Autoren utopischer Romane ausgedacht hatten – bis Israel kam und ein neues Zeitalter eröffnet hat: der Krieg im Cyberraum.
Die mit Sprengstoff präparierten Pager (Funkrufgeräte) sind der Auftakt zur großen Abrechnung mit der libanesischen Schiitenmiliz. Denn seit Oktober mussten an die 80.000 Israelis aus dem Norden des Landes wegen täglichen Raketenfeuers aus dem Libanon evakuiert werden.
Man wunderte sich schon bisher, wie es Israel gelingt, Terrorhäuptlinge in ihren Autos zu orten und mit Kampfdrohnen unschädlich zu machen. Die Hisbollah wollte solchen Nachstellungen entgehen und rüstete sich mit Pagern aus, die im Gegensatz zu Mobiltelefonen nicht zu orten sind (Auch Irans Botschafter hatte – vielsagend - so einen explodierenden Hisbollah-Pager in der Hosentasche).
Sie alle hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Israels Regierung handelt nach ihrer Devise: Wer uns schadet, dem schaden wir.
Der Übermacht an Mensch und Material der Feinde setzt Israel notgedrungen Wissen entgegen. Das Kommunikationsnetz der Hisbollah ist schlagartig lahmgelegt, und die Botschaft an alle Feinde, die Israel auslöschen wollen, lautet: Wir können euch überall treffen, selbst in euren Hosentaschen.
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