War an Krebs erkrankt
Perus Ex-Präsident Fujimori 86-jährig gestorben
Perus Ex-Präsident Alberto Fujimori ist tot. Der 86-Jährige starb an den Folgen einer Krebserkrankung. „Nach einem langen Kampf gegen den Krebs ist unser Vater Alberto Fujimori gerade verstorben, um dem Herrn zu begegnen“, schrieben seine Kinder Keiko, Hiro, Sachie und Kenji Fujimori im Onlinedienst X.
Fujimori war im Dezember aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er 16 Jahre wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingesessen hatte. Er hatte Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regiert. 2009 war er zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, unter anderem wegen Massakern, die Anfang der 90er-Jahre im Kampf gegen die maoistische Guerillaorganisation Leuchtender Pfad von Todesschwadronen verübt worden waren.
Über Bestechungsskandal gestolpert
Zudem wurden Zehntausende indigene Frauen zwangssterilisiert, um ihre Kinderzahl zu reduzieren. Sie wurden als Entwicklungshemmnis angesehen. Obwohl die Verfassung nur zwei Amtszeiten zuließ, trat er 2000 für eine dritte Amtszeit an.
Flucht nach Japan
Fujimori gewann die Wahl zwar, stolperte kurz darauf aber über den Montesinos-Skandal. Sein Geheimdienst-Chef Vladimiro Montesinos war dabei gefilmt worden, wie er einem Oppositionsabgeordneten Bestechungsgeld übergab, um ihn zum Übertritt zu Fujimoris Partei zu bewegen. Fujimori setzte sich zunächst nach Japan ab, wurde bei einer Reise nach Chile allerdings festgenommen und an Peru ausgeliefert.









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