Börsenhändler Patrick S. wurde im Vorjahr von einem Geschäftspartner in Kittsee (Bgld.) in eine Falle gelockt, bedroht und brutal misshandelt – er konnte aber vor seinen Peinigern flüchten. Nach umfangreichen Ermittlungen ist jetzt die Justiz am Zug!
Für Aufsehen sorgte vergangenen Oktober die unfassbare Geschichte von Patrick S. Der Wiener Börsenhändler und Kryptowährungs-Spezialist wurde am 13. Oktober von einem Geschäftspartner nach Kittsee (Burgenland) eingeladen – es ging um Schulden in der Höhe von rund 80.000 Euro.
Dort lockte man den Schuldner (40) aber in eine Falle: S. wurde angeschossen, mit dem Tod bedroht und im Keller misshandelt. Nach seiner Flucht zeigte er die Täter – wie berichtet – an, die Ermittlungen liefen danach auf Hochtouren. Der fertige Akt liest sich nun wie ein Kriminalroman.
Der Hauptverdächtige Jozef L. hatte ein regelrechtes Waffenarsenal zu Hause. Statt mit seinem Heckler&Koch-Sturmgewehr oder der Glock 43 schoss der Slowake aber „nur“ mit dem CO₂-Revolver auf das Opfer. Nach seiner Festnahme wollte sich L. zudem mit einem gefälschten Diplomatenpass des Malteserordens ausweisen, doch auch das half nichts.
Morddrohungen und Anzeigenreigen
Die Vorwürfe gegen L. und seinen Komplizen Jozef P. wiegen schwer. Die Drohgebärden im Folterkeller sollen das klar belegen: „Du wirst hier nicht mehr lebend hinauskommen. Er ist mein Putzer, er wird dich in die Donau werfen. Das machen wir nicht zum ersten Mal.“
Nach den Ermittlungen ist nun die Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Zug. Es geht um Freiheitsentzug, schwere Nötigung, Körperverletzung und auch Urkundenfälschung.
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