"Triumph"-Zug

Urlaubs-Albtraum auf hoher See nach fünf Tagen zu Ende

Ausland
15.02.2013 07:37
Nack fünf Tagen hat der Albtraum auf hoher See für die rund 3.200 Passagiere des havarierten US-Luxusliners "Triumph" ein Ende: Das Kreuzfahrtschiff legte am späten Donnerstagabend Ortszeit im Hafen von Mobile im US-Bundesstaat Alabama an. Die "Triumph" war am Sonntag auf dem Weg von Mexiko nach Texas gewesen, als ein Brand im Motorraum den Antrieb beschädigte und das Schiff navigierunfähig machte. Passagiere mussten daraufhin unter unhaltbaren Bedingungen an Bord ausharren.

Es dauerte mehrere Stunden, bis alle Fahrgäste nach der Ankunft in Mobile das Schiff verlassen konnten. Das Kreuzfahrtschiff hatte neben 3.200 Passagieren auch 1.000 Crewmitglieder an Bord. Etwa 200 Mitarbeiter der Reederei kümmerten sich im Hafen um die Menschen, berichtete der Nachrichtensender CNN.

Mit Bussen können sie nach Galveston in Texas fahren, wo die Reise begann, oder nach Houston, sagte ein Vertreter der britisch-amerikanischen Reederei Carnival Cruise. Mehr als 1.500 Hotelzimmer habe das Unternehmen in New Orleans reserviert. Für Freitag seien zahlreiche Charterflüge von New Orleans nach Houston organisiert worden. Auch für die Weiterfahrt nach Galveston stünden Transportmittel bereit, damit die Gäste ihre Autos abholen könnten, falls sie im Hafen von Galveston geparkt hätten.

"Mit Geschwindigkeit eines Rasenmähers" abgeschleppt
Tagelang hatten Schlepper der US-Küstenwache den navigierunfähigen Luxusliner über das Meer gezogen. Das 14-stöckige Kreuzfahrtschiff hatte dabei wegen des starken Winds nur "mit der Geschwindigkeit eines Rasenmähers" vorwärtsbewegt werden können, wie CNN berichtete. Damit nicht genug, verzögerte sich die Ankunft des Luxusliners in den USA dann auch noch durch eine Panne. Laut dem Nachrichtensender riss bei dem Abschleppmanöver ein Seil. Es konnte aber nach über einer Stunde ersetzt werden.

Passagiere klagten über unhaltbare hygienische Zustände
Zahlreiche Reisende hatten sich nach dem Motorschaden am Sonntag, der durch einen Brand im Maschinenraum verursacht worden war, über die Bedingungen an Bord beschwert: Die Toiletten würden überquellen, Menschen müssten wegen des Gestanks in Gängen oder an Deck schlafen (weitere Bilder), und es gebe nicht genug zu essen, zitierten US-Medien Passagiere.

Nach dem Vorfall nahm Carnival Cruises zwölf geplante Fahrten der "Triumph" aus dem Programm.

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