Fr, 17. August 2018

Mehr Prävention

08.09.2005 14:34

AK: Lehrlinge für Arbeitsunfall anfälliger

Die Gefahr, einen Arbeitsunfall zu erleiden, ist bei jungen Berufstätigen besonders groß. Darauf machte der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Johann Kalliauer, am Donnerstag aufmerksam. Er fordert aus Anlass des Beginns des neuen Lehrjahres eine verstärkte Aufklärung für die jungen Arbeitnehmer.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich in Österreich 10.527 Arbeitsunfälle mit jugendlichen Arbeitnehmern, in der überwiegenden Zahl der Fälle waren Lehrlinge betroffen. Somit sei rund jeder zehnte Berufstätige aus der Altersgruppe zwischen 15 und 18 Jahren Opfer eines Arbeitsunfalles geworden - deutlich mehr als in den anderen Altersgruppen.

Erwachsene setzen zuviel voraus
Während von 1.000 Jugendlichen 98 während der Arbeit einen Unfall erlitten hätten, seien es bei den erwachsenen Arbeitern 75, bei den Angestellten 18 gewesen. Einer der Gründe dafür sei, dass junge Menschen nicht über das selbe Wissen wie Erwachsene verfügten. Diese würden oft viel mehr voraussetzen, als den Lehrlingen zumutbar sei.

Man muss über Gefahren informieren
Kalliauer betonte, auf keinen Fall wolle er Schuld zuweisen, sondern ganz einfach die Zahl der Arbeitsunfälle generell und speziell bei den Lehrlingen deutlich reduzieren. Es sei absolut erforderlich, junge Menschen immer wieder über die Gefahren bei der Arbeit zu informieren.

Das sei gesetzlich vorgeschrieben und müsste gerade jetzt, am Beginn des neuen Lehrjahres, in den Betrieben wieder forciert werden. Das bringe den Jugendlichen mehr an Sicherheit und den Firmen weniger Krankenstände, argumentierte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.