Die Internationale Union der Geologischen Wissenschaften (IUGS) hat bei einem Kongress in Südkorea 100 neue „Stätten des geologischen Erbes“ anerkannt. Darunter sind unter anderem der Vulkan Vesuv in Italien und das Tote Meer in Israel sowie Jodanien.
Auch der Gletscher Vatnajökull in Island und das Yosemite Valley in den USA sind neue „Stätten des geologischen Erbes“. In Österreich gibt es bisher keine solche Stätte. Die Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien wurde jetzt als „IUGS-Geo-Collection“ anerkannt.
Laut der Homepage der Union handelt es sich bei den ausgezeichneten Stätten um Plätze „mit außergewöhnlichen geologischen Elementen oder Prozessen von höchster wissenschaftlicher Relevanz, die als globale Referenz dienen und/oder einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der geologischen Wissenschaften im Laufe der Geschichte leisten“.
„Für Verständnis der Erde von Bedeutung“
Zudem werden „Geological Heritage Sites“ und „IUGS-Geo-Collections“ gekürt, die Sammlungen mit Daten und Proben enthalten, „die für das Verständnis der Erde und außerirdischer Körper von entscheidender Bedeutung sind.“ Solche Kollektionen würden die Öffentlichkeit bilden und inspieren, die planetarischen Aufzeichnungen für künftige Generationen bewahren und Forschung ermöglichen.
Die ausgezeichnete Meteoritensammlung in Wien ist die weltweit älteste derarige Kollektion. Sie umfasst mehr als 7000 inventarisierte Objekte von ungefähr 2400 Lokalitäten. Im Schauraum sind etwa 1000 Objekte davon zu sehen. „Wir wollen mit der Initiative auch weniger gut dotierte Sammlungen unterstützen, insbesondere in Ländern des Globalen Südens, wo es oft sehr relevante Sammlungen gibt, die aber kaum Außenwirkung haben“, sagte der Leiter der Geologisch-Paläontologischen Abteilung am NHM Wien, Mathias Harzhauser.
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