Dichten Nebel genutzt
Hunderte Migranten wollten schwimmend nach Spanien
Hunderte Migrantinnen und Migranten haben am Sonntag und Montagfrüh versucht, schwimmend in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen. Viele von ihnen seien aber im Wasser und am Strand von Tarajal abgefangen worden, sagte ein Polizeisprecher.
Die Vertreterin der spanischen Regierung in Ceuta, Cristina Pérez, gab an, dass seit Donnerstag etwa 700 Menschen pro Tag abgefangen worden seien. Ausreißer sei der Sonntagabend mit etwa 1500 gewesen. An den Tagen hatte es dichten Nebel, Start war die marokkanische Küste.
Von den Vorfällen kursieren einige Videos auf Social Media, beispielsweise auf der Plattform X.
Hier sehen Sie Videos zu dem Vorfall.
Ausnahmen für Minderjährige
„Wir haben das mit Marokko gemeistert“, sagte der Polizeisprecher. Menschen, die die Grenze zur Hafenstadt überquerten, würden ausnahmslos festgenommen und nach Marokko zurückgeschickt. Ausgenommen sind Minderjährige oder Asylsuchende.
Die beiden Exklaven Spaniens an der marokkanischen Mittelmeerküste, Ceuta und Mellla, sind die einzigen EU-Landgrenzen mit Afrika. Immer wieder versuchen Migrantinnen und Migranten, von dort in die Union zu gelangen. Dabei kamen vor zwei Jahren 23 Menschen ums Leben.
Tausend Migranten auf Lampedusa
Unterdessen sind am Wochenende fast 1000 Migrantinnen und Migranten über das Mittelmeer auf Lampedusa in Italien eingetroffen. Die meisten Boote fuhren von Tunesien und Libyen ab. Manche Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Eine Gruppe berichtete, von einer Drohne von Libyen in internationale Gewässer eskortiert worden zu seien. Ein solcher Begleitservice ist mit zusätzlichen Kosten verbunden im Vergleich zu dem, was Schlepper im Regelfall für eine Überfahrt verlangen.








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