Der Mann habe nach der Trennung von seiner Freundin mindestens 200 intime Fotos auf verschiedenen Internetseiten veröffentlicht, darunter auch Porno-Websites, sagte Ermittler Sergej Stukalow am Dienstag im staatlichen Fernsehen. Zudem habe der Mann persönliche Daten wie Name und Adresse der 26-jährigen Volksschullehrerin im Netz verbreitet.
Schüler entdeckten Bilder: Job los, Land verlassen
Der 33-Jährige ging schließlich sogar so weit, in sozialen Netzwerken Konten im Namen seiner Ex-Freundin zu erstellen, um ihre Aufnahmen dort einer breiteren Öffentlichkeit zu unterbreiten. Die dramatischen Folgen: Nachdem Schüler die Bilder im Netz entdeckt und besorgte Eltern Beschwerde erstattet hatten, verlor das Opfer seinen Job und verließ russischen Medienberichten zufolge sogar das Land.
"Präzedenzfall für die russische Justiz"
Das Gericht in Moskau hat nun trotz mildernder Umstände eine Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verhängt. Mit dem Urteil sei ein Präzedenzfall für die russische Justiz geschaffen worden, hieß es vom Anwalt des Verurteilten. Normalerweise werde in derartigen Fällen eine Geldbuße oder eine Bewährungsstrafe verhängt.
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