Ausgehend von einer angespannten Lage befindet sich das Konjunkturbarometer für Industriebetriebe im Sinkflug. Nun wurde das Maßnahmenpaket SOS Wohlstand geschnürt.
Jedes vierte Industrieunternehmen erwartet in den nächsten sechs Monaten eine „schlechte“ Wirtschaftslage – die „Krone“ berichtete. Befürchtet wird, dass schon in den kommenden Wochen die Verkaufspreise sinken werden.
Industrie unter Druck
„Der Prozentsatz jener, die mit guten Geschäftsbedingungen rechnen, hat sich verglichen mit dem ersten Quartal fast halbiert“, teilt die Industriellenvereinigung mit entsprechender Sorge mit. Nach wie vor wird aber versucht, den derzeitigen Beschäftigtenstand zu halten. Die schwierige konjunkturelle Grundsituation macht das jedoch zu einer Herausforderung, die bestimmte Industriebranchen ganz besonders unter Druck setzen werde, betonen Insider.
Gegenüber Konkurrenz wird an Boden verloren
An der Umfrage beteiligt waren knapp 30 burgenländische Unternehmen mit mehr als 3500 Beschäftigten. Die Industriellenvereinigung zog daraus ihre Schlüsse und schnürte das Maßnahmenpaket „SOS Wohlstand“. Die Forderungen sind klar.
Ein Kernthema ist die radikale Senkung der Lohnnebenkosten. „Leistung und Fleiß müssen sich wieder lohnen.“ Die Steuer- und Abgabenquote soll bis 2030 kontinuierlich auf 40 Prozent gesenkt werden. „Der Staat funktioniert nur effizient, wenn es möglich wird, sich als arbeitender Mensch etwas aufzubauen“, wird erklärt.
Schluss mit Vollkasko
Mit dem „Vollkasko-Staat“ soll Schluss sein. „Der Rechtsrahmen für Betriebe muss zuverlässig sein, gleichzeitig ist die Rückkehr zu Leistung und Eigenverantwortung gefragt“, heißt es. Der „Green Deal“ soll als technologieoffene Strategie für mehr Wachstum gesehen werden. Wirtschaft sollte demnach schon im Lehrplan der Schulen ein Fixpunkt sein. Allein diese Forderung könnte die Stimmung bereits heben.
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