Ein Autohändler aus dem Bezirk Perg (OÖ) soll Kunden um rund 2,2 Millionen Euro betrogen haben. Den Verkaufserlös habe er sich nämlich selbst eingesteckt, anstatt ihn an die Besitzer weiterzugeben. Die Autos waren alles andere als gewöhnlich: Sogar ein Bugatti war darunter. Er bekam zwei Jahre unbedingt, nicht rechtskräftig.
2,154 Millionen Euro – eine beachtliche Summe. Diese Geldmenge soll sich ein Autohändler aus dem Bezirk Perg selbst eingesteckt haben. Gegen diesen Vorwurf musste sich der Unternehmer am Montag am Landesgericht Linz verteidigen. Bei den betroffenen Autos handelte es sich nicht um VW Golf und Co – etwa ein Bentley Brooklands, ein Porsche 911 Targa, ein Jaguar E-Type, ein Maserati Merak SS und sogar ein Bugatti EB110 GT waren darunter – allesamt hochpreisige und gefragte Oldtimer-Sammlermodelle.
Geld ging ins Unternehmen
In mindestens elf Fällen habe der einschlägig vorbestrafte Unternehmer mit dem Geld Betriebsausgaben beglichen haben. Die Besitzer der Autos habe er mit gefälschten Zahlungsbestätigungen hingehalten, und gemeint, das Geld werde bald bei ihnen ankommen. Seine Verteidigerin betonte, er habe sich nie selbst bereichert – tatsächlich hatte er sich kaum mehr Gehalt ausgezahlt, wie auch die Staatsanwaltschaft bestätigte. Der Betrieb war schließlich im Herbst 2024 in die Insolvenz geschlittert.
Selbst angezeigt
Aufgekommen war der Fall, weil sich der Unternehmer selbst angezeigt hatte. Gegen Mittag fällte die Richterin ein Urteil: Zwei Jahre unbedingt. Erschwerend war die einschlägige Vorstrafe sowie die hohe Schadenssumme. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
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