Das Bundesheer schlug Alarm, Einsatzkräfte der Operation Fox reagierten rasch: 19 Flüchtlinge hatte ein Schlepper im Laderaum seines Kastenwagens bei Nikitsch nach Österreich gebracht. Der Schleuser wurde festgenommen. Die Migranten hatten sich im Keller des alten Zollhauses verschanzt.
Alarm schlugen Soldaten, als ihnen am Sonntagnachmittag ein verdächtiger Kastenwagen mit ungarischen Kennzeichen auf einem Schleichweg an der Grenze in Nikitsch aufgefallen ist. Die aufmerksamen Rekruten waren überzeugt davon, dass es sich bei dem weißen Ford Transit um ein Schlepperfahrzeug handelt.
Operation Fox lief an
Prompt wurde die Meldung an Polizeistreifen der Operation Fox weitergeleitet. Dann ging es Schlag auf Schlag. Der Kastenwagen konnte kurz darauf gestoppt, der Schlepper – vermutlich ein Rumäne – gestellt werden.
Nach seiner Festnahme machten sich die Einsatzkräfte auf die Suche nach den Flüchtlingen, die der Schleuser zuvor im Burgenland auf die Straße gesetzt hatte. Im alten Zollhaus der Grenzgemeinde spürten die Beamten die abgängigen Migranten auf.
Widerstand gegen Polizei
Alle Flüchtlinge hatten sich im Keller des abbruchreifen Amtsgebäudes verschanzt, um nicht entdeckt zu werden. Bei den Aufgegriffenen, die sich anfangs strikt weigerten, das ehemalige Zollhaus zu verlassen, handelt es sich um einen Afghanen und 18 Syrer, zwei davon noch minderjährig. Die Flüchtlinge gaben an, dass sie nach Deutschland wollen – und suchten sofort um Asyl an. Dokumente hatten sie keine.
Bislang weniger Aufgriffe
Die Landespolizeidirektion verweist darauf, dass trotz des aktuellen Großeinsatzes die Zahl der Migranten, die aus Ungarn nach Österreich gelangen, extrem zurückgegangen ist. Heuer wurden bis Ende Juli 470 Aufgriffe gemeldet. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres waren es 13.000 Registrierungen, von Jänner bis Juli 2022 ungefähr 23.000.
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