Ein 15-Jähriger hatte die Polizei auf die Spur des 21-jährigen Mannes gebracht. Er schilderte vor einigen Tagen einem Beamten, dass der Kellner, den er für seinen besten Freund gehalten hatte, ihn missbraucht habe. Der Bursche nannte auch Namen möglicher weiterer Opfer. Bei der Einvernahme gab der Klagenfurter schließlich die Missbrauchsvorfälle - die Taten soll er bereits seit dem Jahr 2006 begangen haben - zu.
Erst Freundschaft, dann Opfer sexuell missbraucht
Dabei ging er laut Polizei immer gleich vor: Der 21-Jährige erschlich sich zunächst das Vertrauen der Buben, spielte mit ihnen Fußball und lud sie in seine Wohnung ein. War die "Freundschaft" dann gefestigt, näherte er sich den Buben sexuell. Er soll seinen Opfern danach auch jeweils Geld zugesteckt und sie zum Stillschweigen aufgefordert haben. Jahrelang schöpfte offenbar niemand Verdacht, bis einer der Burschen nun sein Schweigen brach.
Vielzahl an Videos und Bildern sichergestellt
Der Mann steht zudem in dringendem Verdacht, kinderpornografisches Material mit 80 bis 100 Pädophilen in ganz Europa ausgetauscht zu haben. In der Wohnung des 21-Jährigen stellten die Beamten Tausende Videos und Zehntausende Bilder mit kinderpornografischen Inhalten auf verschiedenen Datenträgern sicher. Ob der Verdächtige auch Mitglied eines internationalen Pornoringes ist, war vorerst nicht verifizierbar.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, der Mann wurde am Dienstag in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.
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