Ist Pflege auch Schwerarbeit? Die Beantwortung dieser Frage führte bei der ÖVP zu Diskrepanzen bei Abstimmungen in Bundesrat und Landtag. Doch jetzt gibt der NÖAAB einen klaren Kurs vor.
Pflege soll als Schwerarbeit eingestuft werden. Mit dieser Forderung brachte die SPÖ die ÖVP ein bissl außer Tritt. Zumal Landesgeschäftsführer Matthias Zauner im Bundesrat gegen den Antrag stimmte, während die ÖVP-Fraktion im Landtag dafür votiert hatte.
Klare Richtungsvorgabe
Jetzt übernimmt aber der NÖAAB das Ruder in dieser Causa: „Wir müssen zu einer Regelung kommen, die sich nach Stunden und nicht nach Tagen richtet“, sagt Obfrau Christiane Teschl-Hofmeister. Hintergrund: Derzeit gilt als Schwerarbeiter, wer durchgehend 15 Tage im Monat schwere Tätigkeiten leistet. Bei 12-Stunden-Diensten – wie etwa in der Pflege – kommt man wegen freier Tage dazwischen kaum auf diesen Wert.
Stunden statt Tage
Der NÖAAB-Vorschlag: Die Berechnung für die Anerkennung als Schwerarbeit müsse auf 120 Stunden pro Monat umgestellt werden! „Dann würden mehr Berufe davon profitieren. Da stehen alle Mandatare dahinter“, heißt es. Diese Forderung soll auch in mögliche Koalitionsgespräche der ÖVP nach der Nationalratswahl einfließen.
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