Penzinger Kindergarten

Missbrauchsvorwurf: Weiteres Verfahren eingestellt

Wien
17.07.2024 11:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auch die jüngsten Missbrauchsvorwürfe gegen einen Wiener Kindergartenpädagogen, gegen den schon in den Jahren 2022 und 2023 ermittelt worden war, haben sich laut Staatsanwaltschaft nicht erhärtet. Ein entsprechendes Verfahren ist daher eingestellt worden.

Gegen den Mann und einen weiteren Mitarbeiter eines Kindergartens in Wien-Penzing war bis Dezember 2023 schon einmal strafrechtlich ermittelt worden. Im Februar 2024 brachten dann Aussagen eines Kindes – laut Magistratsabteilung 11 „in einer Spielsituation mit einem anderen Kind“ – über mutmaßliche Missbrauchshandlungen erneut strafrechtliche Ermittlungen gegen einen der beiden Kindergartenmitarbeiter ins Rollen. Die Staatsanwaltschaft prüfte daraufhin eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung der MA 11.

Verfahren „mangels Schuldnachweises“ eingestellt
Wie nun bekannt wurde, war die Einstellung des Verfahrens „aus Beweisgründen mangels Schuldnachweises“ bereits im April des heurigen Jahres erfolgt, wie Behördensprecherin Nina Bussek erklärte. Es seien keine Ermittlungen mehr anhängig, hieß es. Auch das interne Aufsichtsverfahren durch die Wiener Kinder- und Jugendhilfe sei mittlerweile abgeschlossen, erklärte eine Sprecherin der MA 11. 

Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien
Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien(Bild: APA/HERBERT NEUBAUER)

Der von den jüngsten Ermittlungen und jener vom im Dezember eingestellten Verfahren betroffene Mitarbeiter seien mittlerweile nicht mehr im Kinderdienst tätig, hieß es auf APA-Anfrage von der MA 10. Weitere Details wurden mit Verweis auf den Datenschutz nicht mitgeteilt.  

Kritik am Krisenmanagement
Der Fall um den Penzinger Kindergarten hatte im Mai 2022 erstmals für Aufsehen gesorgt. Im Zuge der Causa war auch die Leitung der städtischen Kindergärten (MA 10) neu besetzt worden – auch wegen Unzufriedenheit seitens des zuständigen Stadtrats Christoph Wiederkehr mit dem Krisenmanagement rund um den Verdachtsfall.

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