Maximilian Rakuscha ist neuer Betriebsratsvorsitzender im Klinikum Klagenfurt und somit in Kärntens größtem Krankenhaus. Mit im Team ist Bettina Käfer, die erste Frau, die für dieses Amt im Spital freigestellt wurde.
Nachdem Ronald Rabitsch als neuer Vizebürgermeister in die Klagenfurter Stadtregierung gewechselt ist, übernimmt sein bisheriger Stellvertreter, Maximilian Rakuscha, nun den Betriebsratsvorsitz im Klinikum Klagenfurt. 19 von 23 möglichen Stimmen, die vom Betriebsrats-Gremium während einer Sitzung abgegeben wurden, konnte der gebürtige Lavamünder für sich entscheiden.
Für 4500 Mitarbeiter zuständig
Der 32-Jährige ist somit in Kärntens größtem Krankenhaus für rund 80 unterschiedliche Berufsgruppen und ungefähr 4500 Beschäftigte verantwortlich. Zu jung fühlt er sich dafür nicht. „Durch meine bisherige Tätigkeit im Betriebsratsbüro weiß ich, wie die Geschäfte laufen. Abgesehen davon, habe ich sieben Jahre am Krankenbett gearbeitet und das ist eine der größten Herausforderungen und schwersten Aufgaben, die es überhaupt gibt. Daher kann mich nichts mehr erschüttern“, ist der ausgebildete Psychiatriepfleger, der nebenberuflich noch ein Studium abgeschlossen hat, überzeugt.
Unter dem Motto „Mit Herz und Hausverstand, bodenständig und auf Augenhöhe – gemeinsam für alle!“, möchte Rakuscha sich vor allem für faire Lohnabschlüsse und eine Erweiterung der Kinderbetreuungsplätze einsetzen. Aber auch die Maßnahmen des Forderungskatalogs, wie einer sechsten Urlaubswoche oder einem rascheren Objektivierungsverfahren, liegen Rakuscha am Herzen.
Der Gedanke, Verbesserungen für Kolleginnen und Kollegen zu schaffen, motiviert mich Tag für Tag.
Maximilian Rakusch, Betriebsratsvorsitzender im Klinikum Klagenfurt
„Ich betrachte den Betriebsrat als eine Servicestelle für alle Berufsgruppen. Wir sind ein Kollegialorgan und wenn wir im Gremium stark sind, können wir auch gemeinsam für die Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kämpfen“, sagt der 32-Jährige. Seine Funktion als Landtagsabgeordneter sieht der zweifache Papa dabei als klaren Vorteil: „Bereits Gebhard Arbeiter, einer meiner Vorgänger, hat seinerzeit diese beiden Funktionen miteinander verknüpft. Mein fachspezifisches Wissen ist bei Angelegenheiten, wie beispielsweise der von mir geforderten Schwerarbeiterpension, ein Bonus.“
Erste Betriebsrätin im Klinikum
Verstärkt wird sein engagiertes Team neben Michael Kraxner, der bereits seit dem Vorjahr dabei ist, durch Bettina Käfer. Die 39-Jährige ist die erste Frau, die im Klinikum Klagenfurt für ihre Funktion als Betriebsrätin freigestellt wurde – und das in einem Betrieb, in dem mehr als 80 Prozent der Angestellten weiblich sind. „Bei mir findet jeder ein offenes Ohr, egal ob großes oder kleines Problem. Ich gehe darin auf, Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Dabei scheue ich mich auch nicht, Sachen direkt anzusprechen. Es ist mein Traumjob!“, schwärmt die ehemalige Stationsleitung der Geronto-Psychiatrie.
Die Wahl des Zentralbetriebsrates der Kabeg ist noch ausständig und soll in den nächsten Wochen vonstattengehen.
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