"Parkplatzblase"
Hongkong: Bis zu 300.000 Euro für einen Parkplatz
So musste ein Käufer vor Kurzem für einen einzigen Garagenparkplatz im Stadtteil Tai Wai die satte Summe von 1,3 Millionen Honkong-Dollar (130.000 Euro) bezahlen. Die "Washington Post" konnte diesen bereits astronomischen Preis noch toppen: In ihrem Bericht heißt es, ein Investor habe vor Kurzem im Finanzdistrikt Hongkong Island 34 Parkplätze für rund zehn Millionen Euro gekauft - damit kommt man auf rund 300.000 Euro pro Stellplatz.
Nach 24 Stunden wechseln Parkplätze ihren Besitzer
Wie auch in diesem Fall handelt es sich bei den Käufern um Spekulanten, die die vor allem im Stadtzentrum raren Parkplätze häufig innerhalb von 24 Stunden weiterverkaufen und dabei mit Renditen von 25 Prozent rechnen können.
Ermöglicht werden diese ertragreichen Geschäfte, weil die Regierung der Sonderwirtschaftszone bei den Abkühlungsmaßnahmen für die Immobilienblase - mit all den Sondersteuern für ausländische Investoren - auf die Parkplätze in und um die Immobilien vergaß. Diese werden nämlich von den neuen Besteuerungsformen ausgenommen. Damit wurde noch mehr Öl in den heißen Parkplatz-Markt gegossen.
Niemand lässt derzeit gerne sein Geld auf der Bank
Die derzeit gehandelten Stellplätze gehören laut "FTD" zum Imperium von Li Ka Shing, dem reichsten Mann der Stadt, der laut eines in dem Bericht zitierten Experten zur Spekulation mit Parkplätzen gezwungen werde, da aufgrund des aktuellen Zinsniveaus niemand sein Geld auf der Bank liegen lassen wolle.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.