Kleider billiger

Leichter Rückgang bei der Inflationsrate

Wirtschaft
18.08.2005 13:28
Im überwiegenden Teil der Euro-Zone sind die Teuerungsraten angestiegen, nur in Finnland gesunken, in Belgien, Frankreich, Italien und den Niederlanden gleich geblieben. Auch in Österreich hat sich die Teuerung trotz des Ölpreis-Horrors leicht abgeschwächt. Im Juli lagen die Preise gemäß dem heimischen Warenkorb um 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

In den beiden Monaten davor hatte die Inflationsrate in Österreich jeweils 2,3 Prozent ausgemacht, im April und März sogar noch 2,6 bzw. 2,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Juni verringerte sich das Preisniveau im Juli um 0,3 Prozent. Dieser Rückgang ist nach Angaben der Statistik Austria vom Donnerstag vor allem auf das Einsetzen des Schlussverkaufs bei Bekleidung zurückzuführen. Allerdings wurde dies teils durch saisonale Preiserhöhungen bei Pauschalreisen kompensiert.

Verkehr und Wohnen teurer
In der Euro-Zone war im Juli bei der Hauptgruppe "Verkehr", wie schon in den Vormonaten, ein deutlicher Anstieg der Teuerungsrate (von +3,9% im Juni auf +4,9% im Juli) zu verzeichnen, die Hauptgruppe Wohnung, Wasser, Energie" stieg ebenfalls erneut an (von +4,8% im Juni auf +5,1% im Juli).

Manches wurde sogar billiger
Auch bei der Hauptgruppe "Alkoholische Getränke und Tabak" war eine Steigerung zu beobachten (von +4,0% im Juni auf +4,3% im Juli). Bei der Hauptgruppe "Bekleidung und Schuhe" zeigte sich ein deutlicher Rückgang der jährlichen Veränderungsrate (von +0,3% im Juni auf -0,5% im Juli), die Hauptgruppe "Gesundheit" ist ebenfalls merklich (von +2,2% im Juni auf +1,8% im Juli) gesunken.

Kaum Inflation in Finnland
Die niedrigsten Inflationsraten innerhalb der Euro-Zone hatten Finnland mit 0,9%, gefolgt von den Niederlanden mit 1,5%, an der dritten Stelle lag Frankreich mit 1,8%. Die niedrigste Inflationsrate in der gesamten EU hatte Schweden mit 0,7%. Österreich lag mit 2,1% unter dem Durchschnitt der Währungsunion.

Spitzenwert in Lettland
Die höchsten Werte innerhalb der Euro-Zone wiesen wie schon im Vormonat Luxemburg mit 4,0%, Griechenland mit 3,9% und Spanien mit 3,3% auf. Den höchsten Wert in der gesamten EU verzeichnete Lettland mit 6,3%.

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