Mehr als 2,8 Millionen Österreicher haben ein Facebook-Profil, 95.000 sind auf Twitter. Etwa ein Viertel bleibt dabei ausschließlich privat und kann sich nicht vorstellen, mit dem Chef oder Kollegen bzw. Mitarbeitern befreundet zu sein. Rund die Hälfte der Befragten differenziert und lädt ausgewählte Personen aus dem Arbeitsumfeld in ihr soziales Netzwerk.
Knapp unter 20 Prozent gaben an, ohnehin auf ihre Wortmeldungen zu achten: Also sei es auch kein Problem, wenn Bosse, Mitarbeiter oder Kollegen mitlesen. Lediglich zwei Prozent der Arbeitnehmer und acht Prozent der Vorgesetzten sind vorbehaltlos mit Menschen aus dem Jobumfeld befreundet, nach dem Motto "Was soll schon passieren?".
Jürgen Smid, Geschäftsführer von karriere.at, gibt zu bedenken, dass soziale Netzwerke wie kommunikative Verstärker wirken: "Jedes Posting ist quasi ein Pinselstrich, der zum Selbstbild im Social Web beiträgt. Gerade wenn man mit Kollegen und Vorgesetzten befreundet ist, sollte man bedenken, dass man das damit gezeichnete Bild nicht nur privat, sondern auch im Job verkaufen können muss."
Die Umfrageergebnisse verdeutlichten allerdings sehr gut, "dass Facebook, Twitter & Co. bestimmender Teil der Alltagskultur geworden sind und der Großteil der User auch kompetent und verantwortungsvoll agiert".
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