Zahlreiche Betroffene

Täuschende Homepage: Betrug beim Uhrenkauf

Kärnten
10.06.2024 18:45

Wer sportelt, will eine Uhr, die Körperdaten misst. Als sich ein Kärntner im Internet über Modelle informierte, wurde ihm ein Bestpreis angeboten – vermeintlich auf der Homepage eines Uhrengeschäftes in Niederösterreich. Nun ist er fast 900 Euro los, die Sperre der Kreditkarte macht Arbeit mit Abos.

Als sich ein Kärntner im Internet über verschiedene Sportuhren informierte, wurde ihm von einer Suchmaschine ein Bestpreis angeboten – vermeintlich auf der Homepage eines Uhrengeschäftes in Niederösterreich. „Die Homepage schaute seriös aus. Eine Firmen-URL war ebenso angegeben wie eine Adresse, und dort ist auch wirklich ein Uhrmacher ansässig“, weiß der 35-Jährige, der sich im Internet und bei Einkäufen im weltweiten Netz auskennt. Trotzdem wurde er diesmal Opfer von Betrügern.

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Ich kaufe wieder in echten Geschäften bei echten Menschen! Trotz der Vorkehrungen birgt das Internet Gefahren.

Kärntner Opfer von Internetbetrügern

Beim Begleichen der Rechnung von 441 Euro über einen Bezahldienst, bei dem das Kreditkartenkonto des Kärntners hinterlegt ist, damit der Verkäufer eben nicht an die Bankkartendaten kommt, gab es eine Fehlermeldung. „Das kommt ja dann und wann einmal vor. Wenn es ein technisches Problem gibt, dann macht man es halt noch einmal“, so der 35-Jährige.

Doch er vermisst bis heute eine Bestellbestätigung, dafür wurde der Betrag zweimal abgebucht. „Und zwar nicht von der Firma, die laut Homepage da am See in Niederösterreich ansässig ist, sondern von einem polnischen Konto“, so der Kärntner, der nun 882 Euro los ist und, wie in solchen Betrugsfällen immer, keinen Kontakt zur vermeintlichen Firma bekommt.

Mehrere Anzeigen wegen der vermeintlichen Firma
Anzeige hat er natürlich erstattet. „In der Sache gibt es einige Anzeigen“, so ein Polizeibeamter von Lunz am See in Niederösterreich.

Selbstverständlich hat der 35-Jährige auch seine Kreditkarte sperren lassen. „Da darf man dann aber nicht seine Abos vergessen: Audible, Spotify, die Gigabyte-Erweiterung... Um all das zu bezahlen, hat man ja seine Kreditkartendaten hinterlegt – aber die ist ja nun gesperrt. Also musste ich diese Abos stilllegen, auch welche kündigen, und auf die neue Kreditkarte warten“, so der sportliche Kärntner. „Künftig kaufe ich wieder in echten Geschäften bei echten Menschen!“

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