Noch drei Tage, dann haben wir auch diesen Wahlkampf geschafft. Wenig aufschlussreiche Elefantenrunden mit den immer gleichen Botschaften: Illegale Migration stoppen, Wohlstand sichern. Frieden in der Ukraine und in Israel. Inhaltlich liegen die Spitzenkandidaten – abgesehen von der FPÖ – gar nicht so weit auseinander.
Auch in den zig TV-Duellen kam nicht viel Erhellendes zutage. Am Donnerstag könnte es zum ersten Mal richtig spannend werden. Da treffen im Studio von krone.tv nämlich die einzigen zwei weiblichen Spitzenkandidaten der kommenden EU-Wahl aufeinander.
Lena Schilling, die nach der vom „Standard“ betriebenen Kampagne nun wirklich jede(r) kennt, und die für 52 Prozent aller Österreicher gänzlich unbekannte Maria Hubmer-Mogg von der Liste DNA. Die Ärztin und Mental-Trainerin könnte mit ihren Positionen – gegen Russland-Sanktionen, für eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie – der FPÖ aber durchaus Stimmen wegnehmen.
40 Prozent der EU-Abgeordneten Frauen
Überhaupt spielen Frauen am kommenden Sonntag eine viel größere Rolle, als der auf Schilling und vier Männer fokussierte Wahlkampf vermuten lässt. Hinter Harald Vilimsky, Andreas Schieder, Reinhold Lopatka und Helmut Brandstätter stehen jeweils starke Frauen. In Brüssel haben vier Fraktionen Frauen als Vorsitzende oder Co-Vorsitzende, 40 Prozent der Abgeordneten sind weiblich.
An der Spitze des EU-Parlaments steht Roberta Metsola, Evelyn Regner (SPÖ) ist Vizepräsidentin. Vielleicht dringt das irgendwann einmal auch nach Österreich durch.
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