Tier und Mensch als höchst erfolgreiches Team – Einsatzstärke stellen Hundestaffeln immer wieder aufs Neue unter Beweis. Vor Kurzem trainierten acht Spürnasen auf der Burg Güssing.
Alter 42, zweifache Mutter. Auf einem Spaziergang in einem Wald nahe Eisenhüttl ist die Burgenländerin vom Weg abgekommen und hat sich verirrt. Eine Suchaktion mit einem Großaufgebot an Helfern lief an. Als die Nacht hereinbrach und die Temperatur in den Keller sank, wuchs die Sorge um die Vermisste. Die Dalmatinerdame einer Rettungshundestaffel stöberte die abgängige Frau auf – gerettet!
„Wir finden dich“
„Vermisst, verlaufen, verschüttet – wir finden dich!“ Unter diesem anspornenden Slogan steht die Österreichische Rettungshundebrigade (ÖRHB) bundesweit kostenlos unter dem Notruf 05 94 500 oder über die Landessicherheitszentrale unter 130 spontan für Einsätze bereit.
Auf Burg Güssing unterwegs
Das Training absolvierte zuletzt die ortsansässige ÖRHB-Staffel in den alten Katakomben der Burg Güssing. Neun Mitglieder mit acht vierbeinigen Spürnasen waren dabei. „So eine Gelegenheit ergibt sich selten, an ungewöhnlichen Plätzen besondere Aufgaben zu meistern“, erklärt Staffelführer Dennis Klucsarits.
Der Wind, der durch die Gemäuer zieht, stellt für unsere Hunde eine enorme Herausforderung dar, Gerüche wahrnehmen und unseren ,Vermissten’ aufspüren zu können.
Staffelführer Dennis Klucsarits
Warten auf ein Bellen
Entsprechend groß ist die Spannung der Hundeführer. Fast ungeduldig warten sie darauf, dass ihr vierbeiniger Gefährte die „abgängige“ Person findet und dann unentwegt bellt.
Schon die jüngsten Retter auf vier Pfoten dürfen ihr Können unter Beweis stellen. „Ob Mischling oder Rasse, grundsätzlich ist jeder Hund für unsere Einsätze geeignet. Die Ausbildung kann bereits nach einigen Wochen beginnen“, sagt Klucsarits. Motivierte Hundeführer sind ebenfalls stets herzlich willkommen.
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