Di, 19. Juni 2018

Schritt für Schritt

17.10.2012 08:16

Zeit zu gehen? Die besten Tipps für einen Jobwechsel

Wenn sich in deiner beruflichen Tätigkeit immer deutlicher Unzufriedenheit zu zeigen beginnt, solltest du überlegen, ob du nicht längerfristig woanders besser aufgehoben bist. Die Phase der Entscheidung für den nächsten Schritt ist jedoch eine, die von großer Unsicherheit und Belastung geprägt ist. Wie du erkennst, ob du wirklich bereit bist für den Wechsel, kannst du hier nachlesen.

Die Erkenntnis
Hin und wieder ein schlechter Tag wird für niemanden ein Grund sein, seine berufliche Existenz komplett infrage zu stellen. Es sollte dich aber nachdenklich machen, wenn die schlechten Tage immer häufiger werden und der empfundene Stress bzw. die Unzufriedenheit beginnen, sich auf dein Privatleben auszuwirken. Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit während der Woche am Arbeitsplatz. Und wenn du hier wirklich nicht glücklich bist, wird es Zeit zu handeln.

Denn es ist das eine, sich unglücklich zu fühlen und grundsätzlich zu wissen, dass du in deiner aktuellen Tätigkeit nicht bleiben möchtest. Aber es ist wieder etwas anderes, tatsächlich aktiv zu werden. Dieser Schritt erfordert Mut, da er bedeutet, dass du dich auf eine große Veränderung in deinem Leben einstellst.

Die Analyse
Versuche, für dich herauszufinden, woher dein Veränderungswunsch kommt: Bist du mit deiner Tätigkeit an sich unzufrieden? Sind es die Kollegen bzw. der Vorgesetzte, mit denen du nicht klarkommst? Oder fühlst du dich wirklich durch dein Aufgabengebiet über- bzw. unterfordert? Je nachdem, wo für dich die Ursachen liegen, solltest du aktiv werden.

Überlege dir auch, welche Konsequenzen der Jobwechsel für dich hat – finanziell und persönlich. Hast du bereits die entsprechenden Reserven, um vielleicht eine Zeit lang ohne Job sein zu können oder am Anfang ein geringeres Einkommen hinnehmen zu können? Denn gerade bei wirklichen Neuausrichtungen, wo du ohne Vorerfahrungen in einem neuen Berufsbild zu arbeiten beginnst, sind gehaltsmäßige Abstriche für die erste Zeit hinzunehmen. Hast du die richtigen Rahmenbedingungen noch nicht, ist es besser, sich einen Stufenplan für den Wechsel zurechtzulegen, bei dem du alle Parameter - also deine finanzielle Situation und eventuell deinen Ausbildungsstand – verbesserst, bevor du wirklich zu suchen beginnst.

Interne Veränderung
Oft gibt es auch Möglichkeiten, sich innerhalb seiner Tätigkeit zu verändern bzw. zu verbessern. Die optimale Gelegenheit, um das anzusprechen, ist das meist jährlich durchgeführte Mitarbeitergespräch. Hier wird dir dein Chef Feedback geben, wie er dich als Mitarbeiter erlebt. Umgekehrt kannst jedoch auch du die Möglichkeit nutzen, um deinem Chef Rückmeldung über deinen Tätigkeitsbereich zu liefern – und eventuelle Veränderungswünsche anzubringen.

In einem konstruktiven Gespräch solltest du dir bereits Gedanken gemacht haben, was dich eventuell wieder mehr fordern könnte. Du kannst mit deinem Chef beispielsweise besprechen, ob es möglich ist, neue Aufgabenbereiche zu deinem bisherigen Tätigkeitsfeld hinzuzufügen. Das wird vor allem dann die richtige Lösung sein, wenn du dich unausgelastet fühlst.

Auch Weiterbildungen sind gute Chancen, um sich innerhalb des Unternehmens neu zu positionieren und beispielsweise Expertenstatus zu erwerben. Etwas anspruchsvoller sind dann meist Aufgaben, in denen du Führungsverantwortung übernimmst. In größeren Unternehmen ist meist auch das möglich – entsprechendes Engagement natürlich vorausgesetzt. Wichtigster Schlüssel zu mehr Jobzufriedenheit ist offene Kommunikation. Damit finden sich in deinem Unternehmen oft großartige Möglichkeiten, um dich mehr zu fordern.

Auf zu neuen Ufern
Sind die Veränderungspotenziale bei deinem gegenwärtigen Arbeitgeber nicht gegeben oder stößt dein Wunsch nach Neuem auf Widerstand, dann solltest du dich nach Alternativen umsehen. Dein Vorteil: Solange du in einem aufrechten Dienstverhältnis bist, kannst du die Suche recht locker angehen – schließlich musst du nicht, du kannst. Zunächst gilt es, deine Ansprüche an einen neuen Job zu definieren. Was muss dir ein Job bieten, um dich zu fordern und zufriedenzustellen? Sondiere den Markt, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche Berufsbilder derzeit gesucht werden.

Kannst du trotz Studierens der Jobanzeigen nicht sagen, welche Jobs für dich infrage kommen, dann starte einen Feldversuch: Bewirb dich bei unterschiedlichen Unternehmen in unterschiedlichen Branchen. Meist zeigt sich in der Resonanz auf deine Bewerbungen sowie in weiterer Folge in den Vorstellungsgesprächen, welche Positionen für dich passen können. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Natürlich musst du die richtigen Qualifikationen für deinen Jobwunsch mitbringen. Erkennst du, dass dir eine Kompetenz in deinem Angebot fehlt, dann solltest du in Betracht ziehen, diese zu erwerben, um deiner neuen Herausforderung begegnen zu können.

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