Fekter sieht Erfolge:

“Griechenland arbeitet hart an einer Besserung”

Wirtschaft
02.10.2012 09:45
Finanzministerin Maria Fekter rechnet mit einem Zeitaufschub für Griechenland bei der Umsetzung der Reformen, attestiert dem kriselnden Euro-Staat aber bereits erste Erfolge. "Griechenland arbeitet hart an einer Besserung der Situation im Land. Es ist deutlich erkennbar, dass sie Willens sind", wurde sie am Dienstag in der "Rheinischen Post" zitiert.

"Erste Fortschritte können auch in Griechenland, unter anderem im Exportbereich durch verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, bereits beobachtet werden", so Fekter. Solange Athen diesen Weg weitergehe, "hat es ein Anrecht auf Solidarität der Euro-Länder", sagte die Ministerin. Ziel sei es, das Land auf den Weg geordneter öffentlicher Finanzen und einer stabilen Wirtschaft zurückzuführen. 

Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone würde die Probleme nach Ansicht Fekters "nicht lösen, sondern nur weiter verschlimmern". Das Land würde dann noch länger Hilfen von seinen europäischen Partnern benötigen. "Fakt ist, der Austritt Griechenlands wäre unvergleichlich teurer als der Weg, den wir jetzt gehen."

Kein Ergebnis nach Treffen mit Troika
Griechenland muss die drohende Staatspleite mit harten Sparmaßnahmen abwenden, gegen die wiederum die Bevölkerung seit Monaten auf die Barrikaden steigt. Am Montag traf sich Ministerpräsident Antonis Samaras mit den Troika-Geldgebern, um ihnen Details zum Sparprogramm zu erläutern.

Konkretes Ergebnis gab es aber keines. "Die Troika will einige Erläuterungen des Sparprogramms, das wir ihnen präsentiert haben", sagte der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras nach dem Treffen. "Wir werden uns wiedertreffen."

Ein positiver Bericht der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds ist Voraussetzung für die weitere Hilfszahlung in Höhe von 31,5 Milliarden Euro an Athen.

Griechische Regierung erwartet Konjunktureinbruch
Was die Wirtschaftslage betrifft, ist indes noch kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Für 2013 erwartet die Regierung nämlich einen Konjunktureinbruch von 3,8 Prozent, wie am Montag bekannt wurde. Das wäre das sechste Jahr mit einem Rückgang in Folge.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
02.10.2012 09:45
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung