Hart getroffen hat es im September erneut die Leiharbeiter, hier stieg die Arbeitslosigkeit um 11,6 Prozent. Auch in der Baubranche - ebenfalls ein männerdominierter Sektor - gab es mit plus sechs Prozent einen überdurchschnittlichen Anstieg. Insgesamt kletterte die Männerarbeitslosigkeit im abgelaufenen Monat um 6,7 Prozent, jene der Frauen um drei Prozent. Im Handel (+2,8 Prozent) und im Tourismus (+1,4 Prozent) stieg die Anzahl der Joblosen vergleichsweise nur leicht.
Ebenfalls schwer am Arbeitsmarkt haben es ältere Personen. Die Arbeitslosigkeit der Über-50-Jährigen legte um 9,4 Prozent zu. Dafür gab es bei den Jungen (unter 25 Jahre) nur einen leichten Anstieg von 2,4 Prozent. Österreich hat laut Eurostat mit 9,7 Prozent die drittniedrigste Jugendarbeitslosenquote der EU, am besten stehen hier Deutschland (8,0 Prozent) und die Niederlande (9,4 Prozent) da.
Beschäftigung dennoch gestiegen
Gleichzeitig mit der Arbeitslosigkeit stieg im September allerdings auch die Beschäftigung, betonte das Ministerium. Wobei das Gros des Zuwachses (90 Prozent) auf die ältere Generation entfiel. Dies wegen geburtenstarker Jahrgänge und späterer Pensionsantritte.
Eine Trendwende bei der Arbeitslosigkeit ist laut Ministerium nicht zu erwarten, erst wenn die europäische Wirtschaft "zu merklichem Wachstum zurückfindet, wird sich der österreichische Arbeitsmarkt erholen". Der Septemberanstieg war immerhin der geringste seit vier Monaten, im August hatte die Arbeitslosenzahl um 6,1 Prozent zugelegt, im Juli um 8,7 Prozent.
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