Die Polytec Group kommt nicht und nicht aus der Krise. Nachdem der von Hörsching (Oberösterreich) aus agierende Kunststoffverarbeiter im Jahr 2021 einen Verlust nach Steuern in Höhe von 2,2 Millionen Euro eingefahren hatte, war das Minus beim Autozulieferer im letzten Jahr noch höher: 14,1 Millionen Euro.
„Unbefriedigend“ – so fasst die Polytec in einer Aussendung das Geschäftsjahr 2023 zusammen. Denn obwohl der Umsatz des Kunststoffverarbeiters auf 636 Millionen Euro kletterte und damit um fast 35 Millionen Euro höher war als noch im Jahr 2022, war das Ergebnis schlechter. Der Verlust nach Steuern lag letztlich bei 14,1 Millionen Euro.
Was die Preise betrifft, verzeichnen wir bei Materialien und Energie derzeit eher Rückgänge, die Preise für Anlagen sind aber nach wie vor hoch.
Markus Huemer, Vorstandschef Polytec Group
Mehrkosten durch Zusatzschichten und erhöhten Personalstand
Warum sich das Umsatzplus nicht auch im Ergebnis niederschlägt? Hier erklärt das von Markus Huemer geführte Unternehmen, dass zwar Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Effizienz positive Wirkung zeigen, zugleich aber etwa Mehrkosten durch Zusatzschichten und ein erhöhter Personalstand ins Geld gingen.
Dazu gab es im dritten Quartal kurzfristig Reduktion in den Abrufmengen. „Der Markt ist in seiner mittel- und langfristigen Entwicklung schwerer einschätzbar geworden“, sagt Peter Bernscher, der stellvertretende Vorstandschef bei Polytec.
Trotz aller Herausforderungen fällt der Blick nach vorne positiv aus: Der Autozulieferer rechnet mit einem steigenden Umsatz, was vor allem auf das Hochfahren von neuen Produkten zurückzuführen ist. Hohe Auftragseingänge aus den letzten Jahren machen zudem Mut.
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