Ein per internationalem Haftbefehl gesuchter Österreicher ist jetzt auf der kanarischen Insel Lanzarote festgenommen worden. Diesbezügliche Berichte in spanischen Medien bestätigte das Bundeskriminalamt am Freitag.
Der 44-Jährige wurde in Arrecife erwischt. Er dürfte unter falscher Identität auf der Insel gelebt haben. Der Mann war wegen des Verdachts des Drogenhandels und der Geldwäsche gesucht worden.
Vier weitere Verdächtige
Der Mann ist verdächtig, Mitglied der „Gummibären-Bande“ zu sein. Die vor etwas mehr als einem Jahr aufgeflogene Gruppe soll als deutsch-österreichisches Drogen-Joint-Venture unter anderem Gummibären und andere Naschsachen mit THC, dem Hauptwirkstoff von Cannabis, versetzt haben. Nach Tipps des Hauptzollamtes Nürnberg und des Zollfahndungsamtes München hatten die Behörden in Österreich zahlreiche Razzien durchgeführt und vier Verdächtige – drei Deutsche in Wien und einen Österreicher in Spanien – festgenommen. Nach einem fünften Bandenmitglied wurde gefahndet – auch für ihn klickten nun eben auf Lanzarote die Handschellen.
Mehr als 178 Kilo Cannabis
Bei den Hausdurchsuchungen in Wien entdeckten die Drogenfahnder mehr als 178 Kilogramm Cannabiskraut, rund 14 Kilo Cannabispulver, zehn Liter Cannabisöl sowie mehr als 10.000 Stück der mit Cannabisöl versetzten Süßwaren. Auch wurde eine Vielzahl an Utensilien zur Herstellung der THC-haltigen Erzeugnisse sichergestellt: Die „Gummibären-Bande“ hatte eine Wohnung mit Cannabispresse, Industrieluftfilter und Zentrifugen zu einer Werkstatt für „Haschkekse“ & Co. umfunktioniert.
Die zur Drogenherstellung eingesetzten Werkzeuge hatten laut dem Sprecher einen Wert von knapp 100.000 Euro. Allein den Straßenverkaufswert des sichergestellten Cannabis bezifferte die Polizei mit mehr als zwei Millionen Euro.
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