Die Raumkapsel „Sojus MS-25“ ist am Montag an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Ein russischer Kosmonaut und zwei Raumfahrerinnen aus den USA und Belarus waren am Samstag im zentralasiatischen Kasachstan aufgebrochen.
„Oleg Nowizki, Marina Wassilewskaja und Tracy Dyson sind an der Station angekommen“, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montag mit. Bei dieser Mission sind zum ersten Mal zwei Frauen an Bord einer Sojus-Kapsel zum Außenposten der Menschheit in 400 Kilometer über der Erde geflogen. Lediglich bei einer Rückkehr von der ISS gab es einmal ein weibliches Duo. Eine Premiere war der Flug auch für das mit Russland verbündete Belarus. Die 33 Jahre alte Kosmonautin Wassilewskaja, die als Flugbegleiterin bei der staatlichen Gesellschaft Belavia arbeitet, ist die erste Frau ihres Landes, die ins Weltall flog.
Start bei erstem Versuch abgebrochen
Der ursprüngliche Start war bereits zwei Tage früher geplant gewesen, musste aufgrund eines technischen Problems aber 20 Sekunden vor der Zündung überraschend abgebrochen werden.
Laut Roskosmos sollen Wassilewskaja und Nowizki mit der US-Amerikanerin Loral O‘Hara, die bereits seit vergangenem September auf der ISS ist, am 6. April wieder zur Erde zurückkehren. Die Astronautin Dyson bleibt noch bis September auf der ISS und tritt dann mit den Kosmonauten Oleg Kononenko und Nikolai Tschub die Heimreise an.
Trotz Russlands Krieg gegen die Ukraine und der US-Sanktionen läuft die internationale Zusammenarbeit in der Raumfahrt weiter. US-amerikanische Astronautinnen und Astronauten fliegen regelmäßig in russischen Raumschiffen zur ISS und vice versa.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.