Dass der Kampf ums "Griaß di" und der Streit rund um seine Shirts für ein solch mediales Echo sorgen würde, hatte Reindl nicht erwartet, wie er auf seiner Homepage schreibt. "Mir geht's da ums Prinzip, und mit meinem Tiroler Hausverstand hab ich's einfach nicht verstanden, wie man so an alltäglichen Spruch schützen lassen kann. Bei der EU müssen doch an Haufen g'scheide Leit sitzen, was des prüfen. Des verstehe i einfach nit, dass des durchgegangen ist", so der Tiroler verständnislos.
Auch das Österreichische Patentamt hatte sich in der Causa bereits zu Wort gemeldet und die Marken-Registrierung von "Griaß di" als "problematisch" bezeichnet. Mittlerweile wurde von der Tiroler Wirtschaftskammer auch schon die Löschung der Marke beantragt.
"Hab' nie richtig Werbung damit gemacht"
Böse Zungen mögen nun ja behaupten, mediale Aufmerksamkeit und eine Steigerung seines Bekanntheitswerts dürften dem jungen Tiroler nicht gerade ungelegen kommen, immerhin würde ja damit der Verkauf seiner T-Shirt ordentlich angekurbelt. Doch diese Annahme relativiert Reindl: "Es sind schon ein paar mehr (T-Shirts, Anm.) gegangen seit den Berichten, aber die Seite ist ja mal aus Spaß entstanden, und i hab' nie richtig Werbung damit gemacht. So viele sind also nicht verkauft worden – i hab' a ganz, ganz kleine Werbeagentur und versuch da mein Geld zu verdienen."
"Der Neid is a Hund"
Doch der junge Tiroler möchte diejenigen zum Verstummen bringen, die der Meinung sind, er wolle jetzt ordentlich Geld scheffeln. Daher hat er sich zu einem äußerst großzügigen Schritt entschlossen: "Bei uns gibt's des Sprichwort: 'Der Neid is a Hund', und damit's klar ist, dass es mir nit darum geht, jetzt an Profit rauszuschlagen, hab i mir Folgendes überlegt: Der Reinerlös, was jetzt seit den ersten Berichten bis zum Ende des Jahres reingeht, wird an a kleine Hilfsorganisation weitergeleitet."
Dabei handelt es sich um kinderneinechance.at, die nach Angaben Reindls 100 Prozent der Spenden an Waisenkinder in Uganda weiterleitet. "Wenns nur paar Euro werden, kann man aber trotzdem ein paar Kindern helfen", so der Tiroler. Pro T-Shirt seien das etwa fünf bis sieben Euro, "dann tian wir alle zusammen was Gutes".
Facebook-Gruppe hat bereits über 1.100 Anhänger
Gegen den markenrechtlichen Schutz von "Griaß di" zieht nun auch eine Initiative via Facebook zu Felde. Werner Nosko, der Sprecher der Gruppe, sagte, man wolle auf diesem Weg "gegen die Patentierung von Wörtern des täglichen Sprachgebrauchs lautstark protestieren". Die Gruppe hat bereits mehr als 1.100 Unterstützer.
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