Weniger Blüten

Euro-Fälschungen werden immer seltener

Wirtschaft
17.07.2005 21:18
Euro-Blüten boomen offenbar nicht mehr. Im ersten Halbjahr 2005 haben die Behörden 4.247 gefälschte Euro-Scheine in Österreich sichergestellt, gegenüber dem zweiten Halbjahr 2004 bedeutet das einen Rückgang um 45 Prozent. Am beliebtesten war einmal mehr der Fünfziger - 49,4 Prozent der Fälschungen betrafen diese Note, wie die Österreichische Nationalbank mitteilte.

20,2 Prozent betrafen den Hunderter, 16,7 Prozent den Zweihunderter. Kaum gefälscht wurden der Fünfer, der Zehner, der Zwanziger und der Fünfhunderter. 46 Prozent aller Fälschungen wurden in Wien entdeckt. An zweiter Stelle liegt Niederösterreich mit zwölf Prozent vor Tirol mit zehn, Oberösterreich mit neun und der Steiermark mit acht Prozent. Es folgten Salzburg, Kärnten, Vorarlberg und Burgenland.

Relativ wenig Fälschungen in Österreich
In ganz Europa lag die Zahl der Euro-Fälschungen bei 293.000 Stück. Österreichs Anteil daran liegt bei 1,4 Prozent. Zum Vergleich: Österreichs Anteil am Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum liegt bei 3,1 Prozent - demnach tauchen in Österreich relativ wenige Fälschungen auf, wie die Nationalbank betonte.

Blüten-Funde halbiert
Der Schaden hat sich demnach im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2004 mehr als halbiert - einerseits sei dies auf die geringere Anzahl an Fälschungen in den hohen Banknotenkategorien, andererseits auf die Tätigkeit der Ermittler zurückzuführen. Diese erwischten 2.931 der gefälschten Scheine, bevor sie in Umlauf gebracht wurden. Die Polizei nahm 74 Personen fest.

Falschgeld hauptsächlich aus dem Osten
Ein Großteil der Fälschungen stammt aus Ost- bzw. Südosteuropa, erklärte die Nationalbank unter Berufung auf das Bundeskriminalamt. Mit gemeinsamen Strategien der Behörden in den europäischen Ländern versuche man, der organisierten Geldfälscher Herr zu werden. So wurden im ersten Halbjahr 2005 drei Falschgelddruckereien in Italien, zwei in Spanien sowie je eine in Deutschland, Litauen und Serbien ausgehoben.

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