Merah "liquidiert"?

Vater von Toulouse-Attentäter klagt französische Polizei

Ausland
11.06.2012 17:28
Der Vater von Mohammed Merah, dem Serien-Attentäter von Toulouse, hat seine Ankündigung wahr gemacht und Klage wegen "Ermordung" seines Sohnes eingereicht. Die Klage gegen Unbekannt richte sich gegen die Polizeispitze, die den Befehl zur Erstürmung des Wohnung des Attentäters im südfranzösischen Toulouse gegeben habe, teilte seine Anwältin Isabelle Coutant-Peyre am Montag in Paris mit.

Die Anwältin von Mohammed Benalel Merah (Bild rechts) versicherte, dass die Familie des Attentäters im Besitz von Videoaufnahmen sei, die im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt würden. Bereits Anfang April hatte die algerische Anwältin des in Algerien lebenden Vaters versichert, sie verfüge über Beweise, dass Mohammed Merah "liquidiert" worden sei.

Merah hatte im März bei drei Attentaten insgesamt sieben Menschen erschossen, darunter drei Kinder und einen Lehrer vor einer jüdischen Schule. Der 23-Jährige hatte sich als Mitglied des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida bezeichnet. 

Er wurde am 22. März nach 32-stündiger Belagerung seiner Wohnung von Elitepolizisten erschossen. Merahs Vater hatte unmittelbar danach angekündigt, Frankreich verklagen zu wollen. Die Sicherheitsbehörden hätten seinen Sohn lebendig fassen müssen.

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