„Krone“-Kommentar

Migration auch in den USA Thema Nummer 1

Kolumnen
31.01.2024 20:02

Wer dachte, Migrationspolitik sei nur in Europa wahlentscheidend, muss sich eines Besseren belehren lassen. Auch in Amerika wird Migration eine politische Schicksalsfrage - und wie! Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um Joe Bidens Präsidentschaft.

Donald Trump reitet auf der Welle jüngst gewaltig anschwellender Migrationszahlen an der Grenze zu Mexiko: 250.000 waren es allein im November, drei bis fünf Millionen seit Bidens Amtsantritt. Die Völkerwanderung reicht weit über Mexiko in den Süden: zu den Narco-Mafia-Staaten Zentralamerikas und dem linken Pleitestaat Venezuela.

Trump will die USA zur „Festung Amerika“ umbauen - kommt uns irgendwie bekannt vor - und kündigt an, ab dem ersten Amtstag mit Massendeportationen zu beginnen. An der Grenze zu Mexiko soll eine Mauer errichtet werden.

Umfragen zeigen, dass heute eine Mehrheit der Amerikaner eine Grenzmauer akzeptiert. Schlimmer noch für Biden: 32 Prozent der demokratischen Wähler statt vormals 20 Prozent.

Europa bekommt den Migrationswahlkampf in den USA schon jetzt zu spüren: Die Republikaner verbinden neue Militärhilfe für die Ukraine mit Absperrmaßnahmen an der Grenze zu Mexiko.

Warum wehrt sich Biden so? Er droht in eine Doppelmühle zu geraten: Den linken Flügel seiner Partei verliert er wegen seiner Haltung zu Israel, den rechten Flügel wegen seiner Haltung zur Migration.

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