„Das ist die dümmste und unnötigste gelbe Karte“, meinte ServusTV-Experte Florian Klein während der Live-Übertragung. Der Schweizer Breel Embolo wurde im Viertelfinale vom Täter zum Opfer – kassierte die gelbe Karte und flog vom Platz.
Der Reihe nach. Es ist die 71. Minute im WM-Viertelfinale Argentinien gegen die Schweiz. Der Schiri will ein Foul von Argentiniens Leandro Paredes am Schweizer Breel Embolo erkannt haben und zeigt die gelbe Karte. Die TV-Zeitlupe zeigt: weit gefehlt. Von einem Foul keine Spur, viele eher sucht Emoblo den Kontakt mit dem Standbein von Paredes und hebt bewusst ab.
Schwalbe statt Foul – Gelb-Rot
Und jetzt wird‘s knifflig. Und für die Schweiz und Embolo heftig. Der VAR meldet sich zu Wort. Bei einer gelben Karte nicht üblich, bei einer möglichen zweiten gelben Karte allerdings angebracht und legitim. Tatsächlich war Embolo schon vorbelastet gewesen. Und der VAR entscheidet, was für die ganze Welt offensichtlich ist: Es war eine klare Schwalbe von Embolo.
Völlig aufgelöst
Der Referee studiert die TV-Bilder und legt eine 180-Grad-Kehrtwende hin. Statt Gelb für Paraedes wird jetzt alles umgedreht und Paredes entschuldet. Die gelbe Karte geht an Embolo. „No, no, no“, ist über die Amto-Mikros kollektiv zu vernehmen, die Schweizer Spieler verstehen die Welt nicht mehr. Denn ihnen dämmert: die Gelbe für Embolo färbt sich zu Gelb-Rot. Embolo muss vom Feld. Und verliert völlig die Fassung.
Das Blackout wird ihm jetzt bewusst. Tränenüberströmt findet der den Weg in die Kabine. Er wurde vom Opfer zum Täter. So schnell geht‘s.
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