Urteil in Russland

27 Jahre Haft für Anschlag auf Kriegsbefürworter

Ausland
25.01.2024 14:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wegen eines tödlichen Sprengstoffanschlags auf einen russischen Militärblogger ist die Attentäterin Darja Trepowa zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in St. Petersburg befand sie für schuldig, dem Blogger Wladlen Tatarski im April 2023 eine mit Sprengstoff gespickte Statue überreicht zu haben.

Die Explosion tötete Tatarski, der mit bürgerlichem Namen Maxim Fomin hieß. Zudem wurden mehr als 50 Menschen in einem Café verwundet. Die Angeklagte blieb unverletzt.

Lagerhaft für Komplizen
Das Gericht verurteilte sie wegen eines Terroranschlags, unerlaubtem Sprengstoffbesitz und Fälschung von Dokumenten. Die Staatsanwaltschaft hatte 28 Jahre Haft gefordert. Gegen einen Mittäter, der ihr kurz Unterschlupf gewährt hatte, wurden ein Jahr und neun Monate Lagerhaft verhängt.

Tatarski war ein bekannter Befürworter des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sein Tod sorgte für Aufsehen ebenso wie 2022 die Tötung von Darja Dugina, der Tochter des ultranationalistischen Vordenkers Alexander Dugin.

Die Drahtzieher des Anschlags auf Tatarski sitzen nach Auffassung der russischen Justiz in der Ukraine. Zu ihnen zähle ein russischer Journalist, der früher auch Mitglied in der verbotenen Nationalbolschewistischen Partei in Russland war.

Angeklagte: Wusste nichts von Statue
Trepowa bestätigte im Lauf des Prozesses den Hergang weitgehend, bekräftigte aber in ihrem Schlusswort, dass sie nichts von dem Sprengstoff in der Statue gewusst habe. „Es tut mir leid, dass ich die Statue auf dem Weg nicht in die Newa geworfen habe“, sagte sie nach Angaben des Portals Mediazona.

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