Mo, 16. Juli 2018

Horror-Preise

27.06.2005 15:49

Diesel in nur einem Jahr fast um ein Fünftel teurer!

Die Spritpreise sind auf einem Rekordhoch, wie die aktuelle Benzinpreisanalyse der AK bei bundesweit fast 1.600 Tankstellen zeigt: Die Preise für Diesel schnalzten innerhalb eines Jahres um knapp 17 Prozent, für Eurosuper um drei Prozent in die Höhe. Bei den ohnehin hohen Preisen müssen Autofahrer im Westen Österreichs, in Salzburg und Kärnten noch tiefer in die Tasche greifen als im Osten.

Der AK-Studie zufolge kletterten die Dieselpreise seit Juni 2004 um 13,6 Cent oder knapp 17 Prozent. Die Preise für Eurosuper sind im Vergleichzeitraum um drei Cent oder 3,3 Prozent gestiegen. Ein Pendler, der mit seinem Diesel-Auto im Jahr rund 30.000 zurücklegt, also z.B. täglich von Wiener Neustadt nach Wien pendelt und wieder zurück, wurde dadurch um 265 Euro mehr belastet. Bei Eurosuper zahlte er zwischen um 80 Euro mehr drauf.

Der Osten ist günstiger
Günstigere Tankstellen gibt in Wien, in den niederösterreichischen Bezirken Mistelbach, Gänserndorf,  Bruck an der Leitha, Wien Umgebung, Mödling und den südlichen und westlichen Bezirken Niederösterreichs, in Oberösterreich in Steyr-Stadt, Steyr-Land, Grieskirchen und Kirchdorf an der Krems. In der Steiermark in Bruck/Mur, Radkersburg, Hartberg und Feldbach.

Starkes Preisgefälle
Es besteht auch nach wie vor ein starkes Ost-West-Preisgefälle: Teuer ist das Tanken in Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Im Westen finden sich nur in Kufstein und Kitzbühl billigere Tankstellen. Auch das Tanken in Kärnten ist teuer, besonders bei Eurosuper - bisher zählte Kärnten zu den günstigen Anbietern.

Diskonter deutlich billiger
Diskonter sind preiswerter als Markentankstellen - bei Diesel durchschnittlich um 4,6 Cent pro Liter, bei Eurosuper um drei Cent pro Liter. Für Diesel verlangen Diskonter und Freie im Schnitt 0,926 Euro pro Liter, die teuerste Markentankstelle Aral durchschnittlich 0,972 Euro pro Liter. Eurosuper kostet bei Diskontern und Freien im Schnitt 1,012 Euro pro Liter, am teuersten ist hier auch Aral mit durchschnittlich 1,044 Euro pro Liter.

Tipps vom Experten
Am Wochenende beginnen die Ferien: Ostösterreicher, die in den Urlaub fahren, sollten zu Hause ihren Tank auffüllen, raten die Experten der AK. Wer preisbewusst tanken will, sollte bei Diskontern stehen bleiben. Wenn es sich vermeiden lässt, nicht bei Autobahnauffahrten oder -tankstellen tanken - sie sind extrem kostspielig.

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