Harald Vilimsky, FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, hat am Mittwochabend keinen Zweifel daran gelassen, dass man sich bei den Freiheitlichen auf der sicheren Seite wähnt in Sachen Wahlerfolg. „Wir haben die Nase vorn“, so der Abgeordnete.
Die FPÖ habe eine „schweigende Bevölkerungsgruppe“ hinter sich, die mit der herrschenden Politik unzufrieden sei, so Vilimsky. In altbekannter, freiheitlicher Manier sprach er im Interview mit der „ZiB 2“ von „gigantischer Teuerungswelle“ und „Migrationswahnsinn“.
„Politische Gegner demokratisch abwählen“
Auch seinem Parteichef Herbert Kickl hielt Vilimsky erwartungsgemäß die Stange, argumentierte um den „Fahndungslisten für politische Gegner“-Sager Kickls aber etwas schaumgebremst herum. Man wolle ja schließlich eine „patriotische Wende“, die sogenannten Gegner sollten aus ihren politischen Funktionen „möglichst demokratisch abgewählt werden“.
In Sachen Asyl hat die FPÖ offenbar ein neues Vorbild, statt Ungarn wird immer häufiger die Strategie Australiens zitiert, wo Bootsmigranten abgedrängt werden. Ganz ohne Viktor-Orban-Fanpost ging es aber doch nicht, denn der habe „einen Zaun gebaut und dafür von der EU Schelte erhalten“, so Vilimsky.
Kapitol-Sturm „kein Putsch, sondern linke Propaganda“
Aufhorchen ließ der FPÖ-Politiker abschließend mit seiner Position zum Putschversuch der Anhänger Donald Trumps und dem Sturm auf das US-Kapitol in Washington. „Das war kein Putschversuch, das ist linke Propaganda“, so Vilimsky. Da blieb selbst ORF-Moderator Armin Wolf kurzzeitig kopfschüttelnd die Sprache weg.
Bei dem Angriff von Anhängern am 6. Jänner 2021 des damals noch amtierenden, aber bereits abgewählten US-Präsidenten Donald Trump kamen fünf Menschen zu Tode, Dutzende wurden verletzt. Am 1. August 2023 entschied ein US-Gericht Trump unter anderem wegen seiner Rolle bei dem Angriff und anderer Straftaten bei dem Versuch, an der Macht zu bleiben, vor Gericht zu stellen.
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