Die letzten Beschlüsse sind noch offen, doch die Freigabe ist lediglich eine Formsache. Nach dem offiziellen Teil nimmt das neue Wirtshaus der Gemeinde Zagersdorf konkrete Formen an. Mit den Abbruch- und Bauarbeiten soll schon bald begonnen werden.
Heute Abend findet in Zagersdorf eine Gemeinderatssitzung statt, die das Dorfleben maßgeblich prägen wird: Mit dem Mietkauf- und Baurechtsvertrag werden die letzten vertraglichen Grundlagen für die Errichtung eines Gemeindegasthauses zur Beschlussfassung vorgelegt.
Kurze Verzögerung
Dieser offizielle Schritt war bereits für Oktober geplant. Da es jedoch vor allem von der ÖVP-Fraktion noch etliche Fragen in der Sache gab, ist man übereingekommen, die beiden Punkte zu vertagen.
Positive Aussichten
Dem Ausgang der Sitzung sieht der konsensorientierte Bürgermeister Ivan Grujic zuversichtlich entgegen. Zum einen, weil seine SPÖ-Fraktion die Mehrheit stellt. Zum anderen, weil das Projekt seit dem Bekanntwerden vor zwei Jahren auf eine breite Zustimmung stößt.
Neubau im Frühjahr
So hat der Gemeinderat bereits im Dezember 2022 einstimmig für den Kauf einer Liegenschaft samt Altbestand entschieden, um das Vorhaben dort umzusetzen. Am selben Standort sollen - witterungsabhängig - Anfang des kommenden Jahres die Abbrucharbeiten erfolgen, bevor im ersten Quartal 2024 mit dem Neubau begonnen werden kann.
Generalunternehmer ist die PEB, die Projektentwicklung Burgenland GmbH. Der Mietkaufvertrag zwischen PEB und der Gemeinde Zagersdorf läuft bis 2050. Ab dann wird das neue Gasthaus vollständig im Eigentum der Gemeinde sein.
Geringere Kosten
„Diese Laufzeit ermöglicht es der Gemeinde, auch noch finanzielle Mittel für anderweitige wichtige Projekte bereitzuhalten. Die Gesamtkosten des Projekts sind mit maximal 2,9 Millionen Euro großzügig auf Basis des Preisniveaus vom Jahresbeginn kalkuliert. Bereits jetzt sind die Preise rückläufig. Im Idealfall können die Kosten von jährlich maximal 120.000 Euro unterschritten werden - auch zumal hier noch nicht alle Förderungen berücksichtigt sind“, erklärt der Bürgermeister.
Behörde gab grünes Licht
Weiter reduziert werden soll die finanzielle Belastung im Projektverlauf durch die künftigen Einnahmen des Pächters, der noch bekanntgegeben wird. Eine erfahrene Gastronomiefamilie sei bereits in die Planungen miteinbezogen worden, so Grujic. Und weiter: „Finanziell sind wir für dieses Projekt gerüstet, auch die Aufsichtsbehörde bescheinigte Zagersdorf zuletzt eine ,gute und stabile‘ finanzielle Situation.“
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