Schon seit seiner Geburt ist Markus anders als andere. Mit Down-Syndrom hatte er es nicht immer leicht und doch lebt er ein glückliches Leben. Vor allem, seitdem er arbeiten kann: Das Service in einem kleinen Café bereitet ihm Spaß, er bekommt er Gehalt und ist versichert.
Sie haben es schon erraten: Markus ist ein fiktiver, junger Mann - und doch steht er für viele Kärntnerinnen und Kärntner, denen es ähnlich geht. „Beschäftigung ist für Menschen mit Behinderung ein ganz besonderer Wert, so werden sie vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft“, meint die zuständige Referentin Beate Prettner (SPÖ) dazu.
Dass Menschen mit Behinderung ein richtiges Gehalt statt nur Taschengeld bekommen; dass sie im Arbeitsmarkt integriert werden; dass ihnen ein selbstständiges Leben ermöglicht wird; dafür sorgt der territoriale Beschäftigungspakt (kurz TEP).
Und er regelt auch andere Dinge: Als „Werkzeugkasten der Arbeitsmarktpolitik“ soll allen Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen. „Aus volkswirtschaftlicher und individueller Perspektive“, sagt die zuständige Referentin Gaby Schaunig (SPÖ): „Ein Arbeitsplatz ist mehr als nur Geld zu verdienen, das heißt auch soziale Umgebung und Talente realisieren.“
Chancengleichheit für alle
Zum ersten Mal in 25 Jahren TEP werden alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gebündelt - dabei stehen, so AMS-Kärnten-Chef Peter Wedenig, „zielgruppengerechte Integrationsmöglichkeiten“ und Chancengleichheit im Fokus. Frauen, Langzeitarbeitslose und Personen ab 50 sollen davon profitieren.
Vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene werden Möglichkeiten geschaffen. Zum Beispiel, dass junge Leute bis zum 25. Lebensjahr ab 1. Jänner nicht mehr als arbeitsunfähig kategorisiert werden können. Insgesamt wächst das Gesamtvolumen des TEP 2024 auf 87,2 Millionen Euro.
Rund 7000 junge Kärntnerinnen und Kärntner erreichen die im TEP integrierten Porgramme des Sozialministeriumservice (SMS), die „insbesondere Jugendliche mit Behinderung und/oder Benachteiligung und ausgrenzungsgefährdete Jugendliche erreichen, die am Übergang zwischen Schule und Beruf stehen“, erklärt Leiterin des SMS in Kärnten.
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