Lentos-Nordico

Mit Plus bei Besuchern ins neue „Superkulturjahr“

Oberösterreich
06.12.2023 13:30

Das „Superkulturjahr 2024“ wird von den Museen der Stadt Linz - Lentos Kunstmuseum und Nordico Stadtmuseum - wesentlich mitgestaltet. In zentralen Ausstellungen geht es um NS-Raubkunst und Bruckner. Man hofft auf noch mehr Resonanz: 2023 verzeichnete man 72.000 Besucher, damit ist man wieder auf Vorkrisenniveau, die Einnahmen steigerten sich.

„Mit unserer Beteiligung am Bruckner-Jahr und der Kulturhauptstadt 2024 widmen wir uns wichtigen historischen Zusammenhängen, die bis in die Gegenwart wirken“, spannt Lentos-Chefin Hemma Schmutz den Bogen über das Ausstellungsprogramm im nächsten Jahr. Den Beginn macht „Donau:Insel“ (ab 23. 2.), eine künstlerische Recherche über die Donau.

Lentos auch im Salzkammergut
Zu den Highlights 2024 zählt ein Ausstellungs-Trio, das das Lentos für die Kulturhauptstadt ausrichtet. Es geht um NS-Raubkunst, wir berichteten. Es besteht aus „Die Reise der Bilder“ (ab 20.3.) im Lentos, „Wolfgang Gurlitt“ (ab 28. 3.) in Bad Aussee sowie „Das Leben der Dinge (ab 27.4.) in Lauffen/Bad Ischl.

Singen mit Bruckner
Im Herbst folgt die Lentos-Schau „Komm, sing mit!“, ausgehend von Anton Bruckner präsentiert man zeitgenössische Kunst rundum Singen. Höhepunkte im Nordico: „Linz auf Sommerfrische“ (ab 8. 5.) und „It’s me, Toni“, eine Suche nach der Identität Bruckners (ab 13. 9.).

Mehr Erlöse als Polster
Man erhofft sich im „Superkulturjahr“ noch mehr Resonanz, wobei die Jahresbilanz mit 72.000 Besuchern (plus 25%) in beiden Häusern gut ausfällt. Das ist einem boomenden Tourismus geschuldet.

Die Erlöse konnten in allen Bereichen (Eintritte, Shop, Vermietungen, Kooperationen) gesteigert werden. „Wir werden ausgeglichen, voraussichtlich sogar mit einem Überschuss abschließen“, ist Gernot Barounig, Kaufmännischer Geschäftsführer der Museen der Stadt Linz zufrieden.

Weniger Strom, mehr Versicherung
Für 2024 rechnet man mit Kostensteigerungen, u.a. durch Lohnabschlüsse, Inflation, gesteigerte IT-Kosten und steigende Kosten für Transport. Auch die Versicherung internationaler Leihgaben für „Die Reise der Bilder“ wird sich zu Buche schlagen.

Einerseits werden fallende Stromkosten mehr Mittel frei machen, aber es gibt auch eine Zusatzfinanzierung zum normalen Ausstellungsbudget durch Partner wie Kulturhauptstadt, Bund, Lentos Freunde, Sponsoren und einen Extra-Zuschuss der Stadt Linz. Insgesamt beträgt das Gesamtbudget für die zwei Linzer Museen 6,1 Millionen Euro.

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