Viele Versprechen

SPÖ will nun ländlichen Raum aufhübschen

Politik
27.11.2023 17:22

Von wegen Landei: Künftig möchte die SPÖ das Leben abseits der Städte attraktiver gestalten. Hierfür hat sie einen eigenen Masterplan verfasst, der so einige Zuckerln vorsieht.

Mit dem „Masterplan zur Revitalisierung des ländlichen Raums“ soll dem Verfall des ländlichen Raums entgegengewirkt werden, wie SPÖ-Chef Andreas Babler und Oberösterreichs SPÖ-Landesparteiobmann Michael Lindner bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Parlament in Wien erklärten.

Ziel sei es, dass die Menschen unabhängig von ihrer Postleitzahl in ihrer Nähe Arbeitsplätze sowie ganztägige Kinderbetreuungseinrichtungen finden und Ortskerne mit Nahversorgern und einem Wirtshaus eine Zukunft hätten, sagte Babler. Mit dem Programm, das beim SPÖ-Parteitag vor zwei Wochen einstimmig beschlossen wurde, sei der „Grundstein gelegt, dass die Sozialdemokratie auch die Stimme sein wird für den ländlichen Raum“, so der Parteichef.

Landflucht darf nicht unfreiwillig passieren müssen
Dass Menschen vom Land in die Stadt ziehen würden, sei keine ungewöhnliche Entwicklung, „ein Problem ist die Landflucht aber, wenn sie nicht freiwillig passiert“, erklärte der oberösterreichische SPÖ-Chef Lindner, der an der Ausarbeitung des Masterplans maßgeblich beteiligt war. Wenn Polizeidienststellen, Postfilialen, Nahversorger, Hausarztpraxen, Wirtshäuser und Bankfilialen schließen, würden viele Menschen schweren Herzens ihre Heimatgemeinde verlassen, weil es keine wohnortnahe Arbeit, Kinderbetreuung und nur schlechte Gesundheitsversorgung gebe.

Der Regierung wirft die SPÖ vor, diese Probleme im ländlichen Raum zu ignorieren. Konkret fordert sie in ihrem Masterplan einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr sowie den Ausbau ganztägiger Schulen in den Regionen. So soll langfristig innerhalb von 15 Minuten Wegzeit ein vollzeittaugliches Kinderbetreuungsangebot zur Verfügung stehen, innerhalb von 30 Minuten Wegzeit ein ganztägiges Schulangebot.

Ausbau des Verkehrs und der Gesundheitsversorgung
Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs geht es außerdem darum, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Dazu sollen nach den SPÖ-Wünschen die Primärversorgungseinheiten (PVE) ausgebaut und die Studienplätze in der Medizin verdoppelt werden. Ziel sei es, dass Patienten innerhalb von zehn Minuten einen Allgemeinmediziner erreichen. Zudem sollen Langzeiterwerbslose unter dem Titel „Aktion 40.000“ mithilfe eines geförderten Jobprogramms zurück in den Arbeitsmarkt gebracht werden. Eingesetzt werden sollen sie für sinnvolle Tätigkeiten, für die in den Gemeinden oft das Geld fehle, etwa zur Ortsverschönerung oder in öffentlichen Schwimmbädern oder Eislaufplätzen, so Babler.

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