Insolvenzverfahren

Streit um 650.000 Euro im Sog der Bankpleite

Burgenland
18.11.2023 07:00

Spannend geht es auf einem Nebenschauplatz des Commerzialbank-Dilemmas zu. Das vom Masseverwalter angestrebte Insolvenzverfahren gegen die Nachfolgefirma der in die Pleite geschlitterten Zimmermann GmbH wurde jetzt von den obersten Richtern abgelehnt.

Gut 40 Jahre lang hatte Ernst Zimmermann in seine Firma in Mattersburg investiert, bis sein Lebenswerk wie ein Kartenhaus zusammenbrach. Der Beschuldigte im Commerzialbank-Skandal musste im Herbst 2020 den Insolvenzantrag einbringen. Nachfolgefirma wurde die Landestochter DFT.

Insolvenzverfahren „völlig ungerechtfertigt“
Als Harald Zagiczek noch Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Burgenland war, bevor er vor sieben Wochen in den Finanzvorstand der Wiener Austria gewechselt ist, war im Landesgericht Eisenstadt ein Insolvenzverfahren gegen die Dach- und Fassadentechnik GmbH eröffnet worden. „Völlig ungerechtfertigt“, hatte Zagiczek geurteilt.

Zimmermann bekommt vom OLG recht
Jetzt gibt ihm das Oberlandesgericht Wien (OLG) recht. Das Insolvenzverfahren wurde als „unbegründet“ abgewiesen. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen dem Masseverwalter der Zimmermann GmbH und DFT. Auslöser ist eine ungeklärte Diskrepanz in der Abrechnung von Baustellen der ehemaligen Zimmermann GmbH. Der Masseverwalter hatte 650.000 € gefordert.

Anspruch auf Schadensersatz
Die Wirtschaftsagentur als Alleingesellschafter sei über das OLG-Urteil erfreut, so Geschäftsführer Michael Gerbavsits: „Die Firma steht wirtschaftlich gut da.“ DFT prüft nun etwaige Ansprüche auf Schadenersatz gegen die Republik Österreich und die Masse der Zimmermann GmbH sowie den Masseverwalter wegen rechtswidriger Insolvenzeröffnung.

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