Zwischen der Ärztekammer und der Stadt herrscht dicke Luft. Eine aktuelle Umfrage attestiert: Die Stimmung ist am Tiefpunkt.
Am 4. Dezember gehen Wiens Spitalsärzte auf die Straße. Wiens angestellte Mediziner kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und laut Ärztekammer-Vize Stefan Ferneci für ein „öffentlich finanziertes solidarisches Gesundheitssystem“.
„Signifikant eingetrübt“
Die Kritik richtet sind hauptsächlich gegen den Wiener Gesundheitsverbund und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Die Unzufriedenheit macht sich auch in Umfrageergebnissen bemerkbar. Meinungsforscher Peter Hajek: „Die Einschätzung der Befragten zur Wiener Gesundheitspolitik hat sich im Vergleich zu 2022 noch einmal signifikant eingetrübt.“
Unzufriedenheit steigt rapide
Nach 42 Prozent im Vorjahr sind nun in der Spitalsumfrage 2023 schon 66 Prozent der Befragten mit der Politik des Gesundheitsstadtrats „gar nicht“ oder „eher nicht“ zufrieden. Mit der Unternehmensführung waren 61 Prozent unzufrieden (72 Prozent im Gesundheitsverbund), und 90 Prozent haben Verständnis dafür, dass Ärzte kündigen (89 Prozent bei Pflegekräften).
Online befragt wurden 1887 Mediziner im August und September, und zwar repräsentativ für die verschiedenen Spitalsträger, wie Meinungsforscher Peter Hajek betonte.
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