Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz wurde noch immer nicht akkreditiert - und berichtet daher eben aus der Hauptstadt Kiew.
Bereits vor zwei Monaten ist die militärische Akkreditierung von Christian Wehrschütz abgelaufen. Das heißt: Offiziell darf Österreichs Reporterlegende deshalb nicht mehr direkt von den Frontabschnitten aus berichten.
Von Unterstützung, sprich Intervention bei den ukrainischen Behörden in der leidigen „Akkreditierungsfrage“, ist weder vom ORF noch vom Außenamt etwas bemerkbar. Auch von den beiden „Aufpassern“, die man dem 62-Jährigen wegen eines technischen Fehlers am Küniglberg zur Seite stellen wollte, ist in der Ukraine nichts zu sehen. Dennoch schlägt das Reporterherz des gebürtigen Grazers ungebrochen weiter.
Ukrainische Offensive ist de facto gescheitert
So wies er im „Krone“-Telefonat auf die völlig geänderte Lage der internationalen Berichterstattung über den Krieg mit Russland hin: „Viele Kriegsteams sind in den Nahen Osten gezogen.“ Zudem betonte Wehrschütz, dass die Pattstellung an der Front an die Grabenkämpfe im Ersten Weltkrieg erinnere.
Selbst der ukrainische Generalstabschef Walerij Saluschnyj erklärte die Offensive de facto für gescheitert. Ohne massiven Technologiesprung werde sich nichts ändern. Wobei die Gefahr eines lange andauernden Grabenkrieges für die Ukraine weit größer ist, da Russland mehr Ressourcen hat.
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