Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat das Herunterreißen von Israel-Flaggen verurteilt. „Das muss aufhören. Unsere jüdischen Freunde und Freundinnen müssen sich sicher fühlen“, sagte er am Dienstag. Das gelte auf der ganzen Welt und insbesondere in Österreich.
Er hoffe, dass sich die jugendlichen Täterinnen und Täter nicht bewusst gewesen seien, was sie da täten, hielt er am Dienstag unter anderem im Ö1-„Mittagsjournal“ fest. Die Fahne sei ein Symbol für Israel und Israel sei wiederum der Zufluchtsort „für den Fall, dass alles schiefgeht sozusagen“ für Jüdinnen und Juden aus aller Welt. Die jüdischen Einrichtungen müssten offenbar Tag und Nacht bewacht werden.
Wie berichtet, waren in mehreren österreichischen Städten zuletzt israelische Fahnen von Gebäuden gerissen worden, darunter von dem Wiener Stadttempel, der Hauptsynagoge in der Bundeshauptstadt (siehe Video oben). Laut dem Soziologen Kenan Güngör hat es sich dabei nicht um organisierte Angriffe gehandelt. Allerdings gebe es latent gewaltbejahende, aggressive junge Menschen aus der islamisch-arabischen Bevölkerung.
„Gewaltbereitschaft kann auf Menschen umschwenken“
„Die Gewaltbereitschaft, die jetzt gegen Sachgegenstände gerichtet ist, kann schnell auf Menschen umschwenken“, warnte am Dienstag auch Elie Rosen, Präsident der Jüdischen Gemeinde in Graz. Viele Jüdinnen und Juden würden sich durch die zunehmenden Attacken auf israelische Symbole nicht mehr sicher fühlen und Orte wie die Synagoge meiden. Kürzlich wurden bei Kundgebungen auch Parolen gerufen, die Israel zumindest indirekt das Existenzrecht absprechen.
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