Eigentlich hätte die „Seeresidenz“ das neue Aushängeschild für die Tourismusgemeinde Millstatt werden sollen. Doch der Gemeinderat stoppte das knapp 70 Millionen Euro teure Projekt. Es scheiterte schon bei der Umwidmung der Grundstücke.
Mit einem neuem Ortsteil in Millstatt wollte Bauunternehmer Manfred Siller die Tourismusgemeinde beleben (wir berichteten). Doch der Gemeinderat stoppte am Donnerstag das Bauvorhaben. „Es wurde einstimmig beschlossen, dass eine Umwidmung der Grundstücke keiner weiteren Prüfung unterzogen wird“, sagt Millstatts Bürgermeister Alexander Thoma gegenüber der „Krone“. Das Projekt „Seeresidenz“ passe laut Gemeindechef einfach nicht in das örtliche Entwicklungskonzept und daher erteilten auch die 19 Mandatare Siller und seinem Team eine Absage.
Rechtsstreit könnte drohen
Bereits im Vorfeld der Gemeinderatssitzung war das Projekt äußerst umstritten. „Aber ich bin froh, dass die Mandatare – trotz Einschüchterungen – einen kühlen Kopf bewahrten“, schildert Thoma und spielt dabei auf ein Schreiben von Sillers Rechtsanwälten an.
Derzeit müssen wir annehmen, dass mit dem Beschluss des Gemeinderates gleich mehrere Gesetzes- und Geschäftsordnungswidrigkeiten entstanden sind.
Sillers Anwälte in einem ersten Statement
Aus dem Team von Siller heißt es nach der Sitzung, dass man übers Wochenende die Entscheidung prüfen werde und weitere mögliche Schritte überlege.
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