Computer im Visier

Polizei durchsucht Wohnhaus von Ex-Präsident Wulff

Ausland
02.03.2012 20:22
Auch zwei Wochen nach seinem Rücktritt kommt der ehemalige deutsche Bundespräsident Christian Wulff nicht zur Ruhe. Am Freitag durchsuchten Polizeibeamte sein Privathaus in Großburgwedel. Auch die Büroräume und die Privatwohnung des befreundeten Filmunternehmers David Groenewold standen im Visier. Angeblich erfolgten die Durchsuchungen im Einvernehmen mit den Betroffenen.

Ein Sprecher des Landeskriminalamts in Hannover bestätigte auf Anfrage, dass sich Ermittler im Wohnhaus der Wulffs in Großburgwedel aufgehalten hätten. Nähere Einzelheiten wurden aber nicht mitgeteilt. 

Auch wollten die Beamten ausdrücklich nicht von einer gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung sprechen. "Es war kein Beschluss nötig", sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Lendeckel der Hannoverschen "Neuen Presse". Wulff habe sich "sehr kooperativ" verhalten und den Einlass gestattet. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wurden bei der Aktion Computer samt Festplatten sichergestellt.

Der Filmunternehmer Groenewold hatte bei mehreren Gelegenheiten Hotelaufenthalte des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff bezahlt. Wulff will die Rechnung für zwei Ferienaufenthalte auf Sylt später aber bar beglichen haben.

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