Konflikte sind wahre Produktivitätskiller. Statt sich auf lösungsorientiertes Arbeiten konzentrieren zu können, wird die Energie dafür verwendet, mit dem anderen aneinander zu geraten und sich das Leben gegenseitig so schwer wie möglich zu machen. Man möchte um jeden Preis der Stärkere sein, unabhängig davon, wer wirklich im Recht ist oder ob man zusammen zu einem Kompromiss gelangen kann.
Woher kommt der Konflikt?
Meist beginnt es mit einem inneren Gefühl der Unruhe. Kleinigkeiten an der Zusammenarbeit mit deinem Kollegen, Eigenheiten in seinem Verhalten, seiner Arbeitseinstellung – irgendetwas beginnt, dich zu stören. Effektives Arbeiten wird erschwert. Und dann ist schon bald der Ärger da. Man gerät offen aneinander. Noch schlimmer: Der Dauerärger kann sich auch gesundheitlich auswirken. So drastisch müssen Konflikte nicht ausgehen, doch wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird, kann dies relativ schnell der Fall sein.
Ursachenforschung
Generell sollte man unterscheiden, wie sich ein Konflikt zusammengebraut hat. Ist die Ursache ein sachlicher oder emotionaler Grund? Typisch sachliche Konfliktursachen entstehen immer dann, wenn Uneinigkeiten über Arbeitsabläufe, Arbeitsmittel, Strategien oder Arbeitssituationen auftauchen. Hierbei steht die Sache im Vordergrund, nicht die beteiligten Personen. Diese Probleme lassen sich meist auch auf sachlicher Ebene lösen, indem man Alternativen für die umstrittenen Vorgehensweisen findet.
Ganz anders sind dagegen Konflikte, die eine emotionale Ursache haben. Hierbei krachen meist grundverschiedene Persönlichkeiten aufeinander, die aus irgendeinem Grund nicht miteinander auskommen. Harmlose Dinge wie die Art, wie dein Kollege telefoniert, in den Computer hämmert oder einfach nur seinen Kaffee trinkt, können ausreichen, dass gegenseitige Antipathie entsteht. Und wenn das der Fall ist, gibt es daraus nur sehr schwer einen Ausweg.
So schnell wie möglich handeln
Mach dich auf die Suche nach jenen Situationen, die dich stören. Manchmal kannst selbst für Abhilfe sorgen. Ist die angespannte Stimmung darauf zurückzuführen, dass ihr einfach zu dicht aufeinander hockt, wie das in vielen Großraumbüros der Fall ist, kannst du selbst aktiv werden. Organisiere dir Pflanzen, Aufsteller oder optimalerweise sogar Raumteiler, mit denen du dir selbst den Blick auf deine Kollegenschaft nehmen kannst und das Gefühl hast, ungestört arbeiten zu können. Geht es dir damit besser, hast du gewonnen.
Ist das Problem damit nicht gelöst, gibt es nur noch eins: Reden, reden, reden! Und das so bald wie möglich – denn je mehr Zeit vergeht, desto schlimmer wird der Druck. Du solltest das Thema zunächst direkt mit dem Kollegen klären. Wichtig ist hierbei, dass du auch zuhören kannst. Ein Konflikt hat Ursachen auf beiden Seiten – und wer austeilt, der muss auch einstecken können. Keinesfalls sollte das Gespräch beleidigend werden, versuche, deine Emotionen im Griff zu behalten. Schaffst du das nicht, dann sorge für eine Pause, in der die erhitzten Gemüter wieder abkühlen können. Definiert Spielregeln, wie ihr besser miteinander könnt, oder Abläufe, die besser funktionieren können.
Klappt alles nicht, solltest du mit deinem Chef sprechen und versuchen, eine andere Lösung zu finden. In letzter Konsequenz solltest du einen Abteilungs- oder sogar Jobwechsel in Betracht ziehen. Denn sonst drohen ernste gesundheitliche Konsequenzen.
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