Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) hat sich hinsichtlich der vom Koalitionspartner ÖVP angestrebten Lockerung bei der Wohnkreditvergabe „skeptisch“ gezeigt. „Das ist zwar verlockend, aber keine wirklich so gute Idee, finde ich, weil wir eine Verantwortung haben, Menschen nicht in ökonomische Notsituationen zu bringen, die sie dann nicht mehr bewältigen können“, sagte er am Dienstag im Ö1-„Mittagsjournal“.
Rauch argumentierte damit, dass man nun ein Zinsniveau erreicht habe, das nicht mehr mit früheren Zeiten vergleichbar sei. Er wolle nicht, dass Kreditnehmer nach zwei, drei Jahren draufkommen, „es geht sich nicht aus“, so Rauch. „Meine Haltung ist eine skeptische dazu, weil ich es für verantwortungslos halte.“
Vertreter der Bankenbranche und Landespolitiker forderten wiederholt eine Lockerung der Regeln für die Vergabe von Wohnkrediten, der sogenannten KIM-Verordnung der Finanzmarktaufsicht (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung, Anm.). Unterstützung dafür kam von Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP).
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.