Arbeiten und lernen

So klappt die Weiterbildung neben dem Job

Wirtschaft
31.01.2012 10:55
Die Vorstellung, nach einem langen Arbeitstag die kleinen grauen Zellen zusätzlich zu strapazieren, ist für viele Menschen nicht unbedingt erstrebenswert. Doch zusätzliche Weiterbildung wird immer wichtiger. Denn wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wie du dich auf dem Laufenden hältst, kannst du hier nachlesen.

Zunächst stellt sich die Frage, warum die Vergrößerung deines Wissens für dich wichtig ist. Diese Frage ist sehr leicht zu beantworten: Durch immer kürzere Entwicklungszyklen ist das Wissen, das man sich vor einigen Jahren angeeignet hat, schnell überholt. Daher ist es in den meisten Jobs sehr wichtig, sich regelmäßig über neue Anwendungen, Theorien, Prozesse, Technologien etc. zu informieren.

Abgesehen davon, dass Zusatzqualifikationen nie schaden können: Eine weitere Fremdsprache, ein fachspezifischer Kurs, eine Zertifizierung – all das steigert deinen Marktwert. Und wenn es sich nicht in einer Gehaltserhöhung niederschlägt, dann zumindest in einem hoffentlich sicheren Arbeitsplatz.

Weiterbildung durch den Arbeitgeber
Erkundige dich in deinem Unternehmen, ob es für dich die Möglichkeit gibt, Kurse zur Verbesserung deiner Qualifikation in Anspruch zu nehmen. Das hat gleich mehrere Vorteile: Du zeigst dein Engagement und deine Lernbereitschaft. Weiters übernimmt die Kosten für die Kurse in diesem Fall zumindest zu einem Großteil dein Arbeitgeber und du kannst sie vielleicht sogar in der Arbeitszeit absolvieren. Der Nachteil ist, dass du für den Fall eines Ausscheidens aus dem Unternehmen die Ausbildungskosten zumindest teilweise rückerstatten musst, und das kann ins Geld gehen. 

Du kannst aber auch das Wissen bei deinen Kollegen für dich nutzen. Hat jemand eine spezielle Qualifikation, kannst du dich von ihm ein bisschen unterweisen lassen und so für deine tägliche Arbeit profitieren.

Private Seminare
Willst du deine berufliche Entwicklung so steuern, dass dein Arbeitgeber davon nicht allzu viel mitbekommt, weil du vielleicht einen Branchenwechsel planst, bleibt dir nur die Variante, dies in deiner Freizeit zu tun. Die meisten Bildungsinstitutionen, wie WIFI oder BFI, bieten auch Kurse am Abend an, bei denen du von punktuellen Schwerpunkten bis hin zu kompletten Zertifizierungen oder Diplomlehrgängen alles machen kannst. 

Der Nachteil sind hier die Kosten, die du selbst tragen musst. Erkundige dich jedoch, ob du Förderungen, z.B. über das AMS, die Arbeiterkammer oder das entsprechende Amt deiner Landesregierung bzw. verbundene Organisationen, bekommen kannst. Jedenfalls kannst du berufliche Weiterbildungskosten in deinem Steuerausgleich aktivieren und dir so etwas zurückholen. Für größere Vorhaben kannst du auch die Möglichkeit einer Bildungskarenz prüfen. Details dazu findest du in der Infobox.

Carpe diem!
Willst du eher kleine Schritte machen, um auf dem Laufenden zu bleiben, dann kannst du den Wissensaufbau auch in deinen Alltag integrieren. Denn was ist zum Beispiel mit den Wegzeiten jeden Tag in die Arbeit und wieder retour? Wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist, kannst du einfach ein Buch mitnehmen und darin lesen. Du wirst staunen, wie schnell sich dein Wissen auch von nur einer Viertelstunde täglich vergrößert. Von einer längeren Fahrtzeit ganz zu schweigen.

Aber auch für Autofahrer existieren sehr gute Möglichkeiten, die Fahrtzeiten zu nutzen. Schließlich gibt es ja Hörbücher. Und damit wirst du jeden Tag auf deinem Weg in die Arbeit mit wertvollem Wissen berieselt.

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