Seit 1. August hat Japan sämtliche Exportbeschränkungen für Rindfleisch aus Österreich aufgehoben. Auch verarbeitete Rindfleischprodukte und Rindfleisch von Tieren über 30 Monate können nun wieder exportiert werden, teilte die Wirtschaftskammer am Donnerstag mit.
2001 hatte Japan nach dem Ausbruch von BSE-Fällen beinahe ganz Europa mit einer Importsperre bei Rindfleisch belegt. Nach einer ersten Lockerung im Jahr 2017, ist nun eine vollständige Marktöffnung gelungen.
Die schrittweise Aufhebung der Sperre möglich gemacht haben jahrelange Datenreihen zur Lebensmittelsicherheit sowie zahlreiche umfangreiche Erhebungen und Vorort-Prüfungen japanischer Fleischinspektoren in Österreich.
Obwohl Japan selbst als Gourmet-Hochburg in Sachen Rindfleisch gilt - Stichwort Kobe-Beef - findet auch österreichisches Qualitäts-Rindfleisch eine interessante Marktnische im Land der Aufgehenden Sonne., betont der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Tokio, Ingomar Lochschmidt.
Der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Tokio, Ingomar Lochschmidt
Österreichische Exporteure werden unterstützt
„Obwohl Japan selbst als Gourmet-Hochburg in Sachen Rindfleisch gilt - Stichwort Kobe-Beef - findet auch österreichisches Qualitäts-Rindfleisch eine interessante Marktnische im Land der Aufgehenden Sonne“, betont der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Tokio, Ingomar Lochschmidt. Das österreichische AußenwirtschaftsCenter Tokio der WKÖ unterstützt österreichische Exporteure bei der Marktbearbeitung und vermittelt den Kontakt zu Importeuren.
„Ein echter Renner“
Schon der erste Schritt der Öffnung 2017 hat einen Exporterfolg ermöglicht und bisher mehr als neun Millionen Euro an Rindfleisch-Direktexporten nach Japan gebracht. „Ein echter Renner“ ist Rinderzunge, bei der besonders sorgfältige Schnitte gefordert sind. Exporte von Rinderzungen trugen mit 4,7 Millionen Euro etwas mehr als die Hälfte zum bisherigen Exporterfolg bei.
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